Amazon Aktie: Fokus auf Lebensmittel
Amazon stellt sein Lebensmittelgeschäft grundlegend um. Der Konzern setzt künftig stärker auf schnelle Online-Lieferung und die Expansion von Whole Foods – und räumt dafür eigene Ladenformate aus dem Weg. Im Hintergrund läuft parallel ein breiter Effizienzkurs mit Stellenabbau und Straffung von Strukturen. Kann dieser Fokus die Profitabilität im Handelsgeschäft dauerhaft verbessern?
Umbau im Lebensmittelgeschäft
Kern der neuen Strategie ist eine klarere Ausrichtung auf Modelle, die bereits funktionieren und akzeptiert sind. Die Same-Day-Lieferung für frische Lebensmittel soll 2026 in zahlreiche weitere Gemeinden ausgerollt werden. Der Service ist heute schon in Tausenden Orten in den USA verfügbar und stößt laut Amazon auf starke Kundennachfrage – ein wichtiger Hebel, um Kunden enger an das Ökosystem zu binden.
Gleichzeitig soll die Tochtergesellschaft Whole Foods Market deutlich wachsen. In den kommenden Jahren sind mehr als 100 zusätzliche Filialen geplant. Whole Foods gilt als etabliertes, profitables Format im Premium-Lebensmittelbereich und lässt sich gut mit Amazons Online-Angeboten verzahnen, etwa über Lieferdienste und Prime-Integration.
Auf der anderen Seite zieht sich Amazon aus eigenen stationären Experimenten zurück. Die physischen Läden der Formate Amazon Go und Amazon Fresh werden geschlossen. Ein Teil dieser Standorte soll in neue Whole Foods-Märkte umgewandelt werden, was Investitionen bündelt und Doppelstrukturen reduziert. Aus Marktsicht signalisiert das: Technologie-Experimente im Laden reichen allein nicht, gefragt ist ein klarer wirtschaftlicher Nachweis.
Effizienzprogramm im Konzern
Die Neuordnung im Lebensmittelbereich steht nicht isoliert, sondern eingebettet in einen breiteren Effizienzpfad. Für Januar 2026 ist eine weitere Runde von Stellenstreichungen im Bürobereich geplant. Davon betroffen sind laut Berichten unter anderem:
- Amazon Web Services (AWS)
- Prime Video
- Der zentrale Einzelhandelsbereich
Ziel ist es, Managementebenen abzubauen und die Organisation zu straffen. Das passt zum Branchentrend: Nach Jahren starken Wachstums rücken operative Effizienz, striktes Kostenmanagement und robuste Logistik deutlich stärker in den Vordergrund.
Für die Aktie bedeutet das Umfeld: Der Konzern arbeitet an einer höheren Ertragskraft seiner Handelsaktivitäten, während der Kurs aktuell rund 6 % unter dem 52-Wochen-Hoch liegt, aber deutlich über dem Tief der vergangenen zwölf Monate notiert.
Strategischer Kontext und Ausblick
Parallel zum Umbau im Handel wächst der Cloud-Markt weiter dynamisch – ein Bereich, in dem Amazon mit AWS führend ist. Prognosen gehen auch 2026 von einem anhaltenden Ausbau des weltweiten Marktes für Cloud-Dienste aus, getrieben durch die Nachfrage nach skalierbaren und kosteneffizienten IT-Lösungen. Die Kombination aus wachstumsstarkem Cloud-Geschäft und fokussierterem, profitabler ausgerichtetem Handel ergibt ein klares strategisches Muster.
Kurzfristig stehen nun zwei Themen im Vordergrund: die operative Umsetzung der Schließungen und Umbauten im stationären Bereich sowie die Integration der erweiterten Same-Day-Lieferung in die bestehende Logistik. Mittel- bis langfristig wird entscheidend sein, ob die stärkere Konzentration auf Whole Foods und Online-Lieferung die Margen im Handelssegment stabil anheben kann und damit die Abhängigkeit vom Cloud-Geschäft etwas reduziert.
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