Heute Abend liefert Amazon einen der wichtigsten Einblicke in die Stimmungslage rund um Konsum, Cloud und KI-Investitionen. Denn mit den Q4-Zahlen geht es nicht nur um das Weihnachtsquartal, sondern auch um die Frage, wie teuer der nächste Wachstumsschub wird. Entscheidend wird sein, ob das Cloud-Geschäft weiter zieht – und wie das Management den Ausblick auf die Ausgaben 2026 einordnet.

Was der Markt für Q4 erwartet

Amazon will die Zahlen für das vierte Quartal 2025 nach US-Börsenschluss am 5. Februar 2026 vorlegen. Analysten rechnen laut Bericht mit einem Umsatz von rund 211,4 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,97 US-Dollar.

Sollte der Umsatz wie erwartet ausfallen, wäre das ein Meilenstein: Dann würde Amazon im Gesamtjahr erstmals die Marke von 700 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz überschreiten. Das wäre ein starkes Signal für die Skalierung des Geschäfts – gerade nach dem traditionell wichtigen Holiday-Quartal.

AWS als Gradmesser

Neben den „Headline-Zahlen“ dürfte der Blick vieler Investoren vor allem auf Amazon Web Services (AWS) fallen. Die Cloud-Sparte gilt als besonders profitabler Teil des Konzerns – und ihre Wachstumsdynamik ist ein wichtiger Hinweis darauf, wie gut sich Amazon im Wettbewerb der großen Tech-Anbieter behauptet.

Hier geht es also weniger um eine einzelne Quartalszahl, sondern um den Trend: Kann AWS das Tempo halten, wäre das Rückenwind für die Gesamtstory. Schwächelt die Sparte, fällt das in der Regel umso stärker ins Gewicht, weil AWS als Ertragsmotor gilt.

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Der neuralgische Punkt: Investitionen und Cashflow

Ein zentrales Thema für den Earnings Call werden die Investitionsausgaben (Capex). Der Artikel beschreibt, dass Amazons Ausgaben 2025 deutlich gestiegen sind – vor allem wegen neuer Rechenzentren und Infrastruktur, um KI-Anwendungen zu unterstützen.

Das Management hatte zudem signalisiert, dass die Ausgaben 2026 weiter steigen sollen. Genau hier sitzt die Nervosität: Höhere Capex können den Free Cashflow belasten. Entsprechend wichtig wird jede Formulierung, die auf eine mögliche Spitze dieses Investitionszyklus hindeutet. Falls Amazon hier Entspannung in Aussicht stellt, könnte das für die Aktie zum positiven Impuls werden.

Einordnung zur Aktie: In den letzten sieben Tagen gab der Kurs um 8,34% nach – der Markt wirkt vor den Zahlen also eher vorsichtig positioniert.

Jüngste News: Führung und Logistik

Kurz vor dem Bericht gab es noch zwei Unternehmensmeldungen:

  • Gestern (4. Februar) kündigte Amazon Führungsänderungen an: Dharmesh Mehta wird ab März Technical Advisor von CEO Andy Jassy. Amit Agarwal soll seine Verantwortung ausweiten und künftig die Selling Partner Services führen.
  • Heute (5. Februar) teilte Amazon außerdem Pläne für eine neue Zustellstation in Vincennes (Indiana) mit – Teil der Expansion in diesem Bundesstaat.

Beides sind keine Ergebniszahlen, aber es passt zum Gesamtbild: Amazon arbeitet parallel an Struktur und Infrastruktur – und genau das macht den Ausblick auf die Ausgaben umso relevanter.

Zum Wochenabschluss wird damit vor allem zählen, ob Amazon nachbörslich neben den Q4-Zahlen auch ein klares Bild für 2026 liefert – insbesondere zur AWS-Entwicklung und zur Frage, ob die Investitionsdynamik weiter anzieht oder sich allmählich stabilisiert.

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