Amazon Aktie: Teure KI-Pläne
Zwei Schwergewichte der Wall Street setzen bei Amazon auf gegensätzliche Karten. Neue Pflichtmeldungen zeigen: Warren Buffett hat seine Position deutlich reduziert, während Bill Ackman kräftig aufgestockt hat. Im Zentrum steht dabei weniger das Tagesgeschäft – sondern die Frage, wie teuer Amazons KI-Offensive kurzfristig wird.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Berkshire Hathaway verkaufte im 4. Quartal 2025 rund 75% der Amazon-Anteile (von 10 Mio. auf ca. 2,3 Mio. Aktien)
- Pershing Square erhöhte im selben Zeitraum den Anteil um 65%
- Amazon peilt für 2026 Capex von rund 200 Mrd. US-Dollar an (mehr als +50% zum Vorjahr)
- Nach Zahlen und Capex-Ausblick verlor der Börsenwert laut Bericht rund 450 Mrd. US-Dollar
Buffett verkauft, Ackman kauft
Laut den Meldungen zum vierten Quartal 2025, über die heute berichtet wurde, trennte sich Berkshire Hathaway von etwa drei Vierteln seiner Amazon-Beteiligung. Der Bestand sank von 10 Millionen auf rund 2,3 Millionen Aktien. Der Verkaufserlös lag bei mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Damit zieht Buffett bei Amazon spürbar den Fuß vom Gas, nachdem Berkshire die Aktie über Jahre gehalten hatte.
Pershing Square schlug derweil die entgegengesetzte Richtung ein. Der Fonds von Bill Ackman stockte seine Amazon-Position im selben Zeitraum um 65% auf. Amazon zählt damit zu den größeren Positionen im Portfolio. Der Gegensatz illustriert, wie uneinheitlich der Markt Amazons aktuelle Kapitalallokation bewertet.
200 Milliarden Capex als Knackpunkt
Auslöser der Nervosität ist Amazons Ausblick: Anfang Februar kündigte CEO Andy Jassy an, die Investitionen (Capex) im Geschäftsjahr 2026 auf rund 200 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Das wäre ein Plus von über 50% gegenüber dem Vorjahr – und laut Bericht etwa 50 Milliarden US-Dollar mehr, als Analysten erwartet hatten.
Der Großteil des Budgets soll in KI-Infrastruktur fließen, darunter Rechenzentren und die Entwicklung eigener Chips. Das Management stellte zwar attraktive Renditen in Aussicht, doch die Dimension der Ausgaben schürt Sorgen um den Free Cashflow. Nach der Zahlenvorlage und dem Capex-Update reagierte der Markt entsprechend hart: Der Börsenwert sank laut Bericht um etwa 450 Milliarden US-Dollar, getrieben von der Befürchtung, dass die Ausgaben die kurzfristige Profitabilität belasten.
Kursserie seit 2006 selten
Die Stimmung schlug auch im Chart durch. Bis gestern rutschte die Aktie in eine neuntägige Verlustserie – die längste Serie täglicher Rückgänge seit 2006. Vom 52-Wochen-Hoch nahe 258 US-Dollar ging es bis in den Bereich um 200 US-Dollar, wo der Kurs laut Bericht wichtige Unterstützungszonen testete. Der letzte Schlusskurs (16. Februar) lag bei 201,25 US-Dollar.
Analysten bleiben laut Text mehrheitlich bei „Buy“ und sehen die Kursziele im Median klar über dem aktuellen Niveau. Doch genau hier liegt die zentrale Abwägung: Wie viel kurzfristigen Cashflow-Druck akzeptiert der Markt, wenn Amazon dafür in der KI-Infrastruktur langfristig die Pole-Position anpeilt? Der aktuelle Gegensatz zwischen Buffetts Reduktion und Ackmans Aufstockung zeigt: Diese Frage ist noch nicht einheitlich beantwortet.
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