Neun Handelstage in Folge rot – die Amazon-Aktie steckt in der längsten Verlustserie seit fast zwei Jahrzehnten. Am Dienstag notiert das Papier vorbörslich bei 198,37 Dollar, rund 20 Prozent unter dem jüngsten Rekordhoch. Der Grund für die Verunsicherung: Amazon plant für 2026 Investitionen in Höhe von knapp 200 Milliarden Dollar, vor allem in KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Anleger zweifeln, ob sich dieser gigantische Kapitalaufwand zeitnah rechnet.

Cashflow bricht dramatisch ein

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 zeigen das Dilemma: Der freie Cashflow brach von 38,2 Milliarden auf nur noch 11,2 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz kletterte zwar um 14 Prozent auf 213 Milliarden Dollar, doch die massiven Ausgaben für den KI-Ausbau belasten die Margen erheblich. CEO Andy Jassy betont zwar, neue Kapazitäten würden so schnell wie möglich monetarisiert – doch viele Investoren bleiben skeptisch.

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Mike Treacy von Apex Fintech Solutions bringt es auf den Punkt: Der Markt zweifelt zunehmend, ob Konzerne wie Amazon eine zufriedenstellende Rendite auf das investierte Kapital erwirtschaften können. Die Frage nach dem Return on Investment wird drängender.

Cloud-Sparte als Lichtblick

Nicht alles ist düster: Amazon Web Services (AWS) wuchs im vierten Quartal um 24 Prozent – das stärkste Wachstum seit über drei Jahren. Auch das Werbegeschäft legte um 23 Prozent zu. Strategische Partnerschaften, etwa mit STMicroelectronics, sollen die Effizienz der Rechenzentren steigern. Zudem bereitet Amazon laut Medienberichten einen KI-Content-Marktplatz vor, über den Verlage Inhalte an KI-Entwickler lizenzieren können.

Parallel baut Amazon seine Präsenz im E-Commerce aus: Die hauseigene Wassermarke Be Water kommt bald auf die Amazon-Plattform. Außerdem startet am 29. April die Serie "The House Of The Spirits" auf Prime Video – eine achtteilige Adaption von Isabel Allendes Bestseller "Das Geisterhaus". Und: Amazon hat mittlerweile über 30.000 elektrische Lieferwagen von Rivian im Einsatz, 10.000 mehr als vor einem Jahr.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der aktuellen Schwäche empfehlen laut TipRanks 41 von 44 Analysten den Kauf, drei raten zum Halten. Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 282,12 Dollar – rund 42 Prozent über dem aktuellen Niveau. Für Investoren bleibt entscheidend, wie schnell Amazon seine Kapitalausgaben in messbare Gewinne umwandeln kann. Die Weichen sind gestellt – doch die Geduld der Anleger wird auf eine harte Probe gestellt.

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