Amazon Aktie: Sachstandsbericht verfügbar
Amazon steht diese Woche gleich an zwei Fronten unter Zugzwang: Einerseits laufen Gespräche über ein mögliches Mega-Investment in OpenAI, andererseits baut der Konzern erneut Tausende Stellen ab. Beides dreht sich im Kern um dieselbe Frage: Wie richtet Amazon seine KI-Strategie für die nächsten Jahre aus?
OpenAI-Deal: Bis zu 50 Milliarden Dollar im Gespräch
Laut Berichten des Wall Street Journal und von CNBC führt Amazon seit Donnerstag fortgeschrittene Gespräche über eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI. Damit wäre Amazon der größte Geldgeber in der laufenden Finanzierungsrunde, die insgesamt rund 100 Milliarden US-Dollar einsammeln soll.
Bemerkenswert: Die Gespräche sollen direkt auf CEO-Ebene laufen. OpenAI-Chef Sam Altman und Amazon-CEO Andy Jassy stehen laut CNBC in direktem Austausch. Ein Term Sheet könnte in den kommenden Wochen unterschrieben werden – die Details und auch die finale Summe sind aber noch offen.
Strategisch besonders brisant ist ein möglicher technischer Teil des Pakets: OpenAI könnte sich im Gegenzug darauf einlassen, Amazons KI-Chips zu nutzen. Das wäre ein echter Hebel für Amazons Ambitionen im KI-Infrastrukturgeschäft – und zugleich eine sichtbare Verschiebung, weil Amazon seit 2023 bereits Milliarden in OpenAI-Konkurrent Anthropic gesteckt hat.
Zweite Entlassungswelle seit Oktober
Fast parallel dazu hat Amazon am Mittwoch den Abbau von rund 16.000 Corporate-Stellen bestätigt. Es ist bereits die zweite größere Kürzungsrunde seit Oktober 2025, als etwa 14.000 Jobs gestrichen wurden. Insgesamt summiert sich der Abbau damit auf rund 30.000 Stellen.
Die Begründung kommt aus der Organisation selbst: Personalchefin Beth Galetti schreibt in einem Blog-Beitrag, Amazon wolle „Ebenen reduzieren“, mehr Verantwortung in Teams verankern und Bürokratie abbauen. In Relation eingeordnet: Die 30.000 Stellen entsprechen laut Bericht etwa 10% der Corporate- und Tech-Belegschaft (rund 350.000 Personen). Der Gesamtkonzern beschäftigt insgesamt etwa 1,58 Millionen Menschen, vor allem in Logistikzentren und Warenlagern.
Für Betroffene in den USA ist ein Übergang vorgesehen: In der Regel gibt es 90 Tage Zeit, intern eine neue Rolle zu finden. Wer keine neue Stelle bekommt, soll Abfindung, Outplacement-Angebote und Gesundheitsleistungen erhalten.
Investitionen bleiben hoch – Quartalszahlen rücken näher
Trotz Stellenabbau fährt Amazon den Kapitaleinsatz weiter hoch. Bereits im Oktober 2025 hatte der Konzern für 2026 Investitionen (Capex) von 125 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt – damals die höchste Prognose unter den Mega-Caps. Dazu passt auch, dass Amazon im Oktober 2025 ein 11-Milliarden-Dollar-Rechenzentrumsprojekt für Anthropic in Indiana eröffnet hat („Project Rainier“).
Einordnung am Markt: Die Aktie gab am Donnerstag leicht nach und schloss bei 243,29 US-Dollar (aktuell: 241,00 US-Dollar). Damit liegt sie nur rund 2,6% unter dem 52-Wochen-Hoch – ein Hinweis, dass Anleger die Doppel-News bislang eher als Umbau denn als Bruch werten.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Mögliches OpenAI-Investment: bis zu 50 Mrd. US-Dollar
- Jüngster Stellenabbau: ca. 16.000 Corporate-Jobs
- Abbau seit Oktober 2025: ca. 30.000 Stellen
- Investitionspläne 2026 (Capex): 125 Mrd. US-Dollar
- Nächster Fixtermin: Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 am 5. Februar 2026
Am 5. Februar wird sich zeigen, wie sich der Spagat aus Kostendisziplin und KI-Investitionsoffensive in den Zahlen niederschlägt – und ob Amazon zur OpenAI-Frage bereits konkreter wird.
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