Amazon Aktie: Milliarden-Plan
Amazon könnte sich mit einem gewaltigen Schritt noch enger an OpenAI binden. Laut Wall Street Journal verhandelt der Konzern über eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler – und das ausgerechnet wenige Tage vor den Quartalszahlen. Für Anleger geht es damit nicht nur um eine Schlagzeile, sondern um die Frage, wie teuer Amazons KI-Ambitionen wirklich werden.
Warum der Deal für Amazon strategisch ist
Den Berichten zufolge treiben CEO Andy Jassy und OpenAI-Chef Sam Altman die Gespräche persönlich voran. Die mögliche Investition wäre Teil einer deutlich größeren Finanzierungsrunde: OpenAI soll demnach insgesamt 100 Milliarden US-Dollar einsammeln wollen, was eine Bewertung von rund 830 Milliarden US-Dollar ermöglichen könnte.
Für Amazon steht dabei offenbar mehr auf dem Spiel als eine reine Finanzbeteiligung. In den Gesprächen geht es laut Bericht auch um eine Ausweitung der technologischen Zusammenarbeit – inklusive einer stärkeren Nutzung von Amazons eigenen KI-Chips durch OpenAI. Das würde zu einer Strategie passen, die Abhängigkeit von Nvidia-Hardware zu reduzieren.
Spannend ist die Gemengelage auch deshalb, weil Amazon bereits rund 8 Milliarden US-Dollar in Anthropic investiert hat – einen direkten Konkurrenten von OpenAI. Der Konzern müsste also mehrere KI-Pferde im Rennen koordinieren, ohne sich strategisch zu verzetteln.
Markt reagiert abwartend – Analysten uneins
Trotz der großen Zahlen blieb die unmittelbare Marktreaktion überschaubar. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 243,09 US-Dollar und notiert damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch von 247,50 US-Dollar. Das passt zu einem Markt, der offenbar Chancen und Kosten gegeneinander abwägt: Top-Positionierung im KI-Rennen auf der einen Seite, ein potenziell massiver Kapitalabfluss auf der anderen.
Auch bei Analysten gibt es kein einheitliches Bild:
- Benchmark bestätigte vor den Zahlen ein Buy und nannte ein Kursziel von 295 US-Dollar – mit Verweis auf die Stärke bei AWS.
- Rothschild & Co Redburn ist vorsichtiger: Analyst Alexander Haissl sieht die Aktie bei Hold mit Kursziel 230 US-Dollar.
Parallel dazu läuft der Umbau im Unternehmen weiter. Berichten zufolge setzt Amazon zusätzliche Anpassungen beim Personal um, die etwa 16.000 Stellen betreffen sollen. Hintergrund ist demnach eine stärkere Ressourcenverlagerung in Richtung KI-Entwicklung.
Nächster Prüfstein: Zahlen am 5. Februar
Der nächste Fixpunkt ist der 5. Februar 2026, wenn Amazon die Q4-Ergebnisse vorlegt. Dann dürfte es vor allem um zwei Punkte gehen: ob und wie das Management die OpenAI-Gespräche einordnet – und welche Auswirkungen ein möglicher 50‑Milliarden‑Einsatz auf Free Cashflow und Margen hätte. Genau dort entscheidet sich, ob der KI-Vorstoß als strategischer Hebel wirkt oder kurzfristig zur Belastungsprobe wird.
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