AMD Aktie: Nervosität vor Zahlen
Bei AMD reicht aktuell schon ein Gerücht, um den Kurs ins Wanken zu bringen. Ausgerechnet kurz vor den wichtigen Quartalszahlen sorgen Berichte über mögliche Verzögerungen bei der nächsten KI-Chip-Generation für Unruhe. Doch wie belastbar sind diese Sorgen – und was spricht dagegen?
Gerücht trifft empfindlichen Punkt
Auslöser des Rücksetzers waren Spekulationen, AMD könnte bei seinen kommenden MI450 KI-Beschleunigern zeitlich hinter dem Plan liegen. Laut einem Bericht von SemiAnalysis soll es mögliche Produktionsverzögerungen geben – ein heikles Thema, weil im hart umkämpften Rechenzentrumsmarkt selbst kleine Zeitverschiebungen schnell als Ausführungsrisiko gewertet werden.
Die Reaktion am Markt fiel entsprechend direkt aus: Die Aktie stand am Freitag unter Druck und rutschte im Tagesverlauf deutlich ab. (Zum Handelsschluss lag sie bei 247,50 USD nach 242,70 USD am Donnerstag.)
Wells Fargo hält dagegen – mit konkretem Detail
Nicht alle teilen die Skepsis. Wells-Fargo-Analyst Aaron Rakers widersprach den Verzögerungsgerüchten am Freitag ausdrücklich. In seiner Einschätzung läuft die Entwicklung auf TSMCs N2-Prozess (2 nm) planmäßig. Als konkretes Signal nennt er zudem: Das Tape-out für die zugehörigen Venice-EPYC-Prozessoren sei abgeschlossen – ein wichtiger technischer Meilenstein.
Wells Fargo bekräftigte deshalb das Rating „Overweight“ und ließ das Kursziel bei 345 USD.
Termin steht: Am Dienstag wird’s ernst
Der Zeitpunkt ist brisant: AMD berichtet die Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Dienstag, 3. Februar 2026. Die Erwartungen sind hoch:
- Konsens-Umsatz: rund 9,67 Mrd. USD (etwa +26% im Jahresvergleich)
- Konsens-EPS: 1,32 USD
- Erwartete Reaktion (Optionsmarkt): nahezu ±9% Kursbewegung nach den Zahlen
Damit wird der Earnings-Call zur entscheidenden Bühne, um den Zeitplan rund um MI450 einzuordnen – und die widersprüchlichen Berichte entweder zu entkräften oder zu bestätigen.
Zum Schluss bleibt vor allem eines hängen: Nicht die aktuellen Gerüchte allein, sondern die Klarheit am 3. Februar dürfte bestimmen, ob die Nervosität schnell abebbt oder zum größeren Thema wird.
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