Amazon Aktie: Neue Milliarden-Allianz
Die Amazon-Aktie steht nach den jüngsten Capex-Sorgen unter genauer Beobachtung der Märkte. Doch der Tech-Gigant tritt die Flucht nach vorn an: Eine strategische Milliarden-Partnerschaft im Chip-Sektor und Pläne für einen neuen KI-Marktplatz sollen die Position im Cloud-Geschäft langfristig sichern. Kann diese strategische Offensive die verunsicherten Anleger beruhigen?
Deal mit STMicroelectronics
Am Montag kündigte die Cloud-Sparte AWS eine umfassende Kooperation mit dem Chipfertiger STMicroelectronics an. Ziel der Vereinbarung ist die langfristige Sicherung von Halbleitertechnologien für Amazons Rechenzentren. STMicroelectronics wird dabei spezialisierte Komponenten liefern, darunter Mikrocontroller für intelligentes Infrastruktur-Management und Lösungen für die Energieeffizienz – ein kritischer Faktor für den Betrieb moderner Hyperscale-Rechenzentren.
Finanziell ist die Partnerschaft eng verknüpft: STMicroelectronics hat AWS Optionsscheine (Warrants) zum Erwerb von bis zu 24,8 Millionen Aktien ausgegeben. Die Möglichkeit zur Ausübung dieser Optionen über einen Zeitraum von sieben Jahren ist direkt an das Auftragsvolumen gekoppelt, das AWS bei den Europäern platziert. Der anfängliche Ausübungspreis wurde auf 28,38 US-Dollar festgelegt. Während die Amazon-Aktie verhalten reagierte, sprangen die Papiere des Partners in Europa um rund 8 Prozent an.
Neuer KI-Marktplatz geplant
Parallel zur Hardware-Sicherung arbeitet Amazon offenbar an neuen Einnahmequellen im Software-Bereich. Berichten zufolge bereitet der Konzern einen Marktplatz vor, auf dem Verlage ihre Inhalte für das Training von KI-Modellen lizenzieren können.
Dieser Schritt adressiert ein drängendes Problem der Branche: den legalen Zugang zu hochwertigen Trainingsdaten. Für Amazon könnte hier ein neues Geschäftsfeld entstehen, das Cloud-Kunden rechtssichere Datenpakete für deren KI-Entwicklung bietet.
Kurs weiter unter Druck
Trotz der strategischen Weichenstellungen bleibt die Amazon-Aktie kurzfristig angeschlagen. Das Papier schloss am Montag bei 208,72 US-Dollar, was einem leichten Minus von 0,76 Prozent entspricht.
Der Titel leidet weiterhin unter den Nachwehen der Quartalszahlen vom 5. Februar. Die Ankündigung des Managements, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur zu investieren, hat am Markt für Ernüchterung gesorgt. Diese Summe lag mehr als 50 Milliarden US-Dollar über den Schätzungen der Analysten. Aktuell notiert die Aktie rund 19 Prozent unter ihrem im November erreichten 52-Wochen-Hoch.
Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht den immensen Zwang für Cloud-Anbieter, sich langfristig Hardware-Ressourcen zu sichern, auch wenn dies kurzfristig die Margen belastet. Für STMicroelectronics bedeutet der Deal hingegen einen wichtigen strategischen Schwenk weg vom schwächelnden Automobilsektor hin zum wachstumsstarken Bereich High-Performance-Computing.
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