Alphabet greift für den KI-Ausbau tiefer in die Finanzierungskiste – und setzt dabei nicht nur auf laufende Cashflows. Der Konzern hat sich frisches Geld am Anleihemarkt besorgt, um seine Infrastruktur für künstliche Intelligenz weiter hochzufahren. Dahinter steckt ein klarer Trend: Der Wettlauf um Rechenzentren und Spezialchips wird so kapitalintensiv, dass selbst Tech-Schwergewichte verstärkt Schulden nutzen.

20 Milliarden Dollar – verteilt bis 2066

Alphabet hat eine großvolumige Anleiheemission abgeschlossen und dabei 20 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Platzierung erfolgte in sieben Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Besonders auffällig: Die am längsten laufende Anleihe reicht bis 2066 – Alphabet sichert sich damit Finanzierung über Jahrzehnte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alphabet?

Das frische Kapital ist laut Bericht für hohe Ausgaben in die KI-Infrastruktur vorgesehen. Gemeint sind vor allem die technischen Grundlagen, die moderne KI-Modelle überhaupt erst möglich machen – also Rechenleistung, Speicher und die nötige Architektur im Hintergrund.

Warum der Bond-Markt jetzt so wichtig wird

Spannend ist weniger die einzelne Transaktion, sondern das Muster dahinter: Immer mehr große Tech-Konzerne, die traditionell als Cashflow-Maschinen gelten, nutzen den Kreditmarkt, um die steigenden Investitionssummen zu stemmen. Der Grund liegt auf der Hand: Wer in der KI-Konkurrenz vorne bleiben will, muss massiv und kontinuierlich investieren.

Im Fokus stehen dabei Rechenzentren und spezialisierte Chips, die für KI-Anwendungen benötigt werden. Genau diese Ausgaben rücken auch stärker in den Blick der Investoren, weil sie kurzfristig viel Kapital binden – und damit die Messlatte für die spätere Rendite dieser Investitionen höher legen.

Internationaler Nachschlag – inklusive 100-Jahres-Anleihe

Nach starker Nachfrage nach den in US-Dollar begebenen Anleihen hat Alphabet seine Finanzierung zudem international verbreitert. Zusätzlich wurden Anleihen in britischen Pfund und Schweizer Franken aufgelegt.

Bemerkenswert: In der Pfund-Emission war eine seltene 100-jährige Anleihe enthalten – ein Laufzeitformat, das bei Technologieunternehmen eher die Ausnahme ist. Alphabet setzt damit auf maximale Planbarkeit bei der Finanzierung, während die KI-Ausgaben weiter hochlaufen.

Kurzüberblick
- 20 Mrd. USD über eine siebenstufige Anleiheemission eingesammelt
- Laufzeiten bis 2066
- Zusätzliche Emissionen in GBP und CHF
- In Großbritannien auch eine 100-Jahres-Anleihe
- Hintergrund: steigende, branchenweite KI-Investitionen in Infrastruktur

Zuletzt zeigte sich die Aktie eher seitwärts mit leichtem Rücksetzer: Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie rund 6% im Minus (aktueller Kurs: 321,66 USD). Inhaltlich bleibt die Botschaft der Anleiheplatzierung jedoch klar: Alphabet verschafft sich finanziellen Spielraum, um die nächste Investitionswelle in der KI-Infrastruktur ohne Tempoverlust zu finanzieren.

Alphabet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alphabet-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Alphabet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Alphabet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...