Amazon Web Services hat sich den Zugang zu einem begehrten Rohstoff gesichert. Der Cloud-Gigant schloss einen zweijährigen Liefervertrag mit dem Bergbaukonzern Rio Tinto über Kupfer aus der Nuton-Mine in Arizona. Die Vereinbarung wurde Ende Januar 2026 bekannt gegeben.

Das Kupfer fließt direkt in die Lieferkette der Amazon-Rechenzentren. Hersteller von Komponenten für die AWS-Infrastruktur erhalten das Material, wie Amazon-Director Chris Roe erklärte. Im Gegenzug stellt der Tech-Riese dem Bergbauunternehmen Cloud-Computing und Datenanalysen zur Verfügung – eine klassische Win-Win-Situation.

Bakterien statt Sprengstoff

Die Nuton-Mine in Arizona ging erst 2025 in Betrieb – als erste neue Kupferquelle in den USA seit über einem Jahrzehnt. Rio Tinto nutzt dort ein neuartiges Verfahren: Statt aufwendiger herkömmlicher Verarbeitung kommen Bakterien und Säure zum Einsatz. Damit lässt sich Kupfer aus minderwertigem Erz gewinnen, dessen Abbau zuvor als unwirtschaftlich galt.

Das Projekt zeigt, wie kreativ Unternehmen werden müssen, um an kritische Rohstoffe zu gelangen. Die Technologie könnte künftig helfen, weitere Vorkommen zu erschließen.

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Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Doch reicht das überhaupt? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rio Tinto plant, über vier Jahre etwa 14.000 Tonnen Kupferkathoden aus dem Nuton-Projekt zu gewinnen. Ein einziges großes Rechenzentrum benötigt jedoch bereits zehntausende Tonnen des Industriemetalls – für Kabel, Stromschienen, Leiterplatten, Transformatoren und andere elektrische Komponenten.

Der Deal mit Rio Tinto deckt also nur einen Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs. Amazon reiht sich damit in eine wachsende Liste von Tech-Konzernen ein, die sich den Zugang zu Energie und kritischen Materialien sichern. Der KI-Boom und der damit verbundene Ausbau der Rechenzentren treiben die Nachfrage nach Kupfer in schwindelerregende Höhen.

Marktreaktion bleibt verhalten

Die Amazon-Aktie zeigte sich Ende Januar 2026 wenig beeindruckt von der Meldung. Im vorbörslichen Handel an der NASDAQ notierte der Titel bei 239,20 US-Dollar – ein Plus von lediglich 0,43 Prozent. Später am Handelstag drehte die Aktie sogar ins Minus und verlor 0,27 Prozent auf 237,54 US-Dollar.

Für Anleger dürfte der Kupfer-Deal eher ein Signal für die langfristige Strategie sein: Amazon sichert sich systematisch Ressourcen für den weiteren Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur. Die wahre Frage bleibt aber, wie der Konzern seinen massiven Rohstoffhunger langfristig stillen will.

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