Coinbase Global verzeichnete am Mittwoch einen Kurssprung von über 13 Prozent und rangierte damit unter den Top-Performern im S&P 500. Der Auslöser: Die größte US-Kryptobörse hat ihre Plattform um provisionsfreien Aktien- und ETF-Handel erweitert – und positioniert sich damit frontal gegen etablierte Neo-Broker wie Robinhood und SoFi.

Die "Everything Exchange" wird Realität

Seit dieser Woche können alle US-Nutzer von Coinbase rund um die Uhr Aktien und ETFs handeln – ohne Gebühren. Die technische Infrastruktur liefert Apex Fintech Solutions, während eine Kooperation mit Kalshi zusätzlich Prediction-Markets auf die Plattform bringt. Internationale Trader erhalten über "tokenisierte Aktien-Perpetuals" sogar Zugang zu US-Aktienkursen außerhalb der regulären Handelszeiten.

CFO Alesia Haas stellte das erweiterte Produktangebot am 3. März auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference vor. Coinbase will sich demnach von einer reinen Kryptobörse zur umfassenden Handelsplattform entwickeln – mit Derivaten, Aktien und Prognosemärkten im Portfolio.

Starkes Quartal, enttäuschende Zahlen

Trotz des strategischen Vorstoßes verfehlte Coinbase im vierten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,66 US-Dollar statt der erwarteten 1,05 US-Dollar, der Umsatz erreichte 1,78 Milliarden US-Dollar bei einer Prognose von 1,85 Milliarden. Die Aktie sackte nach der Veröffentlichung zunächst um knapp 8 Prozent ab.

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Für das Gesamtjahr 2025 meldete Coinbase einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar. Die Nettogewinnmarge fiel jedoch von 41 Prozent im Vorjahr auf 17,6 Prozent – ein Zeichen dafür, wie stark das Geschäft von der Handelsaktivität im volatilen Kryptomarkt abhängt. Positiv entwickelten sich dagegen die Stablecoin-Erlöse, die im vierten Quartal um gut 61 Prozent auf 364 Millionen US-Dollar zulegten.

Bitcoin-Rally treibt Aktie

Die Kurserholung am Mittwoch wurde zusätzlich von einem Bitcoin-Anstieg um rund 7 Prozent innerhalb von 24 Stunden befeuert. Dennoch liegt die Aktie seit Jahresbeginn knapp 20 Prozent im Minus. Analysten erwarten für die kommenden zwölf Monate ein Umsatzwachstum von 14,3 Prozent – eine Verlangsamung gegenüber den vergangenen beiden Jahren.

Coinbase plant für das erste Quartal 2026 Erlöse aus Abonnements und Services zwischen 550 und 630 Millionen US-Dollar. Die drei strategischen Prioritäten: Ausbau der "Everything Exchange", Skalierung von Stablecoins und Zahlungsdiensten sowie die Steigerung der On-Chain-Aktivitäten.

Diversifikation als Schlüssel

Mit der Ausweitung auf traditionelle Finanzprodukte versucht Coinbase, sich strukturell unabhängiger von den Schwankungen des Kryptomarktes zu machen. Die liquiden Mittel betragen derzeit 11,3 Milliarden US-Dollar, das Unternehmen reduziert weiter seine Verschuldung. Ob die Diversifikationsstrategie langfristig die erhoffte Stabilität bringt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – zumal die Konkurrenz im Neo-Broker-Segment intensiv ist.

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