Amazon Aktie: Historischer 50-Milliarden-Deal
Amazon vollzieht einen massiven strategischen Schwenk und bindet sich mit einer Investition von bis zu 50 Milliarden Dollar eng an den KI-Marktführer OpenAI. Dieser Schritt definiert die Cloud-Landschaft neu, da Amazon Web Services (AWS) zur exklusiven Infrastruktur für kommende OpenAI-Modelle wird. Doch während Milliarden in die künstliche Intelligenz fließen, setzt der Konzern im operativen Kerngeschäft den Rotstift an.
Die Details der Mega-Investition
Die finanzielle Verpflichtung ist laut CNBC in zwei Phasen gestaffelt. Eine erste Tranche von 15 Milliarden Dollar fließt sofort, während weitere 35 Milliarden Dollar bis Ende 2028 bereitgestellt werden sollen. Diese zweite Auszahlung ist jedoch an strikte Bedingungen geknüpft, die möglicherweise einen Börsengang von OpenAI oder konkrete Fortschritte bei der Entwicklung einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) beinhalten.
Im Gegenzug für das Kapital sichert sich Amazon langfristige Umsätze. OpenAI hat sich verpflichtet, über einen Zeitraum von acht Jahren 100 Milliarden Dollar für Amazon Web Services auszugeben. Zudem wird das KI-Unternehmen massiv auf Amazons eigene „Trainium“-Chips setzen, was die Unabhängigkeit von teurer Hardware anderer Anbieter stärken dürfte.
Bewertungsexplosion und Wettbewerb
Die Transaktion ist Teil einer gigantischen Finanzierungsrunde über insgesamt 110 Milliarden Dollar, an der sich auch Nvidia und SoftBank mit jeweils 30 Milliarden Dollar beteiligen. Dies katapultiert die Bewertung von OpenAI in eine Spanne zwischen 730 und 840 Milliarden Dollar. Interessanterweise hält Amazon trotz dieser exklusiven Bindung an seiner bestehenden Partnerschaft mit dem Konkurrenten Anthropic fest – ein klares Signal, dass der Tech-Riese seine Risiken im KI-Sektor breit streut.
Stellenabbau im Heimatmarkt
Der Kontrast zwischen den massiven Zukunftsinvestitionen und der Realität am Stammsitz könnte kaum größer sein. Während Milliarden in die Cloud-Infrastruktur fließen, verliert Amazon seine Position als größter Arbeitgeber in Seattle an die University of Washington. Die Belegschaft vor Ort ist von einem Höchststand von 60.000 im Jahr 2020 auf unter 50.000 gesunken. Begleitet wird dieser Trend durch die Aufgabe von rund einer Million Quadratmeter Bürofläche, was den Fokus auf Effizienz und Kostensenkung im Verwaltungsbereich unterstreicht.
Marktumfeld und Kursentwicklung
Diese strategischen Weichenstellungen erfolgen in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld. Höher als erwartete Inflationsdaten – der Erzeugerpreisindex stieg im Januar um 2,9 Prozent – belasteten am Freitag die Märkte. Die Amazon-Aktie konnte sich dem negativen Sog nicht entziehen und schloss bei 177,72 Euro, was einem Verlust von gut 8 Prozent seit Jahresanfang entspricht.
Fazit
Amazon erkauft sich mit diesem Deal nicht nur Anteile an OpenAI, sondern vor allem die langfristige Auslastung seiner Cloud-Sparte AWS. Die Verpflichtung von OpenAI, 100 Milliarden Dollar in die Amazon-Infrastruktur zu reinvestieren, sichert dem Konzern auf Jahre hinaus stabile Einnahmen und validiert gleichzeitig die eigene Chip-Technologie. Anleger müssen nun beobachten, ob diese aggressive Wette auf die Cloud die Kostenreduzierungen im operativen Geschäft kompensieren und den Aktienkurs nachhaltig drehen kann.
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