Gleich mehrere US-Großbanken haben sich am Montag mit auffällig ähnlichen Kaufempfehlungen zu Amazon zu Wort gemeldet. Im Zentrum der positiven Einschätzungen steht nicht das klassische E-Commerce-Geschäft, sondern die Cloud-Sparte AWS. Ein weitreichender Deal im Bereich der Künstlichen Intelligenz untermauert diese Haltung der Wall Street.

Die Analysten von TD Cowen und Barclays sehen übereinstimmend eine deutliche Beschleunigung bei den Cloud-Diensten. Barclays verweist dabei explizit auf eine Vereinbarung mit OpenAI. Dieser Deal soll AWS über die nächsten Jahre garantierte Ausgaben in Höhe von 138 Milliarden US-Dollar einbringen. Entsprechend rechnen die Experten damit, dass der Auftragsbestand der Sparte im kommenden Quartal die Marke von 350 Milliarden US-Dollar durchbricht.

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Zusätzlichen Rückenwind liefert das KI-Start-up Anthropic. Dessen wiederkehrende Umsätze kletterten im ersten Quartal 2026 innerhalb weniger Wochen um 35 Prozent. Abseits der Cloud entwickelt sich auch das Werbegeschäft zu einem hochmargigen Ertragsbringer. TD Cowen prognostiziert hier für das laufende Jahr ein Wachstum im hohen Zehner-Prozentbereich. Diese Kombination aus lukrativen IT-Diensten und Werbeeinnahmen stützt das Papier, das aktuell mit einem Tagesplus von 2,19 Prozent bei 181,92 Euro notiert.

Prime Day rutscht ins zweite Quartal

Abseits der Analysten-Studien sorgt eine strategische Entscheidung im Einzelhandel für Aufsehen. Amazon verlegt seinen umsatzstarken Prime Day Insidern zufolge von Juli auf Juni. Diese zeitliche Verschiebung hat direkte Auswirkungen auf die Bilanzierung. Die Milliardenumsätze des Shopping-Events fließen damit bereits in das zweite Quartal ein.

Entsprechend fehlen diese Einnahmen im traditionell starken dritten Jahresviertel. Konkurrenten wie Walmart oder Target müssen ihre eigenen Rabattaktionen nun an den neuen Zeitplan anpassen, um im Kampf um die Kundenbudgets nicht ins Hintertreffen zu geraten. Den Auftakt der Rabattschlachten bildet zunächst der "Big Spring Sale", der bereits Ende März anläuft.

Langfristig gibt sich das Management äußerst selbstbewusst. CEO Andy Jassy peilt für das Jahr 2036 einen Konzernumsatz von 600 Milliarden US-Dollar an. Die ersten handfesten Zahlen zur aktuellen Geschäftsentwicklung und den Effekten der KI-Deals liefert das Unternehmen am 23. April 2026 mit dem nächsten Quartalsbericht.

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