Amazon Aktie: Negativserie beendet
Nach einer historischen Verlustserie von neun Tagen sendet die Amazon-Aktie ein erstes Lebenszeichen. Während Anleger angesichts der geplanten Rekordausgaben nervös bleiben, stellen sich Analysten demonstrativ hinter die Strategie des Tech-Riesen. Ist die Angst vor den massiven Investitionskosten überzogen?
Wette auf die KI-Zukunft
Auslöser für den jüngsten Kursrutsch, der innerhalb kurzer Zeit fast 400 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtete, war die aggressive Investitionsprognose des Konzerns. Amazon plant, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in Kapitalausgaben (CapEx) zu stecken – primär für den Ausbau der Infrastruktur für generative KI und die Cloud-Sparte AWS. Dies stellt einen drastischen Anstieg gegenüber den rund 130 Milliarden US-Dollar im Vorjahr dar.
Analysten von Morgan Stanley bewerten diesen Schritt jedoch positiv und bestätigten am Mittwoch ihr Kursziel von 300 US-Dollar. Sie argumentieren, dass der Markt die Renditechancen dieser Ausgaben unterschätzt. Ein starkes Indiz für den Erfolg ist die Entwicklung von AWS: Das Umsatzwachstum beschleunigte sich im vierten Quartal 2025 auf 24 Prozent, den höchsten Wert seit 13 Quartalen. Diese Dynamik soll die hohen Vorlaufkosten rechtfertigen.
Prominenter Ausstieg
Trotz der operativen Stärke belastete zuletzt auch die Nachricht, dass Warren Buffetts Berkshire Hathaway seinen Anteil an Amazon im vierten Quartal 2025 um rund 77 Prozent reduziert hat. Dieser massive Verkauf durch einen der bekanntesten Investoren der Welt trug maßgeblich zur negativen Stimmung Anfang Februar bei.
Gleichzeitig drückt der Investitionszyklus auf den freien Cashflow. Dieser fiel 2025 auf 11,2 Milliarden US-Dollar, nachdem er im Vorjahr noch bei 38,2 Milliarden gelegen hatte. Um gegenzusteuern, setzt CEO Andy Jassy den Rotstift an anderer Stelle an: Bereits im Januar kündigte das Unternehmen die Streichung von rund 16.000 Stellen in der Verwaltung an, um Ressourcen für die KI-Offensive freizuschaufeln.
Mit dem Kursgewinn von 1,8 Prozent am gestrigen Mittwoch endete die längste tägliche Verlustserie der Aktie seit 2006. Die Bewertung liegt aktuell bei einem KGV von 25,8, was angesichts der Barreserven von über 57 Milliarden US-Dollar und des wieder anziehenden Cloud-Wachstums auf eine fundamentale Stabilisierung hindeutet.
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