Amazon Aktie: Capex-Offensive
Amazon drückt beim Ausbau seiner KI-Infrastruktur aufs Tempo. Mit einem Milliardenprojekt in Louisiana will der Konzern seine Rechenkapazitäten für anspruchsvolle KI-Workloads deutlich erweitern. Doch warum reagiert der Markt auf diese Investitionswelle zuletzt so empfindlich?
12 Milliarden für neue KI-Rechenzentren
Konkret kündigte Amazon Investitionen von 12 Milliarden US-Dollar in KI-Datenzentren in Louisiana an. Die neuen Standorte sollen in den Parishes Caddo und Bossier im Nordwesten des US-Bundesstaats entstehen. Damit setzt Amazon seine Strategie fort, mehr Computing-Power aufzubauen – ein zentraler Engpassfaktor im KI-Boom.
Für die Region bringt das Projekt handfeste Zusagen: Geplant sind 540 direkte Vollzeitstellen sowie 1.700 weitere Jobs im Umfeld. Zusätzlich will Amazon bis zu 400 Millionen US-Dollar in die Modernisierung der öffentlichen Wasserinfrastruktur vor Ort stecken. Beim Thema Kühlung soll Wasser laut Berichten nur an weniger als 13% der Tage eingesetzt werden.
Energiehunger inklusive – Amazon zahlt
Rechenzentren sind Stromfresser. Um den Energiebedarf zu decken, arbeitet Amazon mit der Southwestern Electric Power Company (SWEPCO) zusammen und will laut Berichten 100% der Stromkosten der neuen Anlagen übernehmen.
Auch beim Bau wird skaliert: Zusammen mit STACK Infrastructure sollen in den kommenden Wochen rund 1.500 Baujobs entstehen. Unterm Strich zeigt das: Das Projekt ist nicht nur eine technische Erweiterung, sondern ein groß angelegtes Infrastrukturpaket mit lokalen Nebenwirkungen – von Jobs bis Versorgungsnetzen.
Rekordausgaben belasten die Stimmung
Der Louisiana-Ausbau ist Teil einer deutlich größeren Linie. Für 2026 stellte Amazon zuletzt 200 Milliarden US-Dollar an Investitionen (Capex) in Aussicht – nach 131 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Diese Größenordnung ist es auch, die Anleger nervös macht: Hohe Capex bedeuten kurzfristig Druck auf freien Cashflow und Marge, selbst wenn sie langfristig Wachstum absichern sollen.
Passend dazu gab es zuletzt Bewegung bei Großinvestoren: Berkshire Hathaway reduzierte seinen Anteil im vierten Quartal 2025 laut Bericht um 75% (von 10 Millionen auf 2,3 Millionen Aktien).
Operativ liefert das Cloud-Geschäft derweil weiter Wachstum. AWS steigerte den Umsatz im vierten Quartal 2025 um 24% auf 35,6 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig unterstreicht der Gesamtkonzern seine Größenordnung: Für 2025 wurden 716,9 Milliarden US-Dollar Umsatz genannt – damit zog Amazon beim Jahresumsatz an Walmart vorbei.
An der Börse spiegelt sich die Capex-Skepsis dennoch: Der Titel schloss gestern bei 174,16 Euro und liegt auf 30-Tage-Sicht 13,25% im Minus.
Zum nächsten Prüfstein wird, ob Amazon die Rekordinvestitionen weiter konkretisiert – und dabei zeigen kann, dass der Kapazitätsausbau das starke Cloud-Wachstum stützt, ohne die kurzfristige Profitabilität stärker als erwartet zu belasten.
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