Sachsen setzt mit einer Investition von 9,5 Millionen Euro in autonome Shuttles und einer boomenden Gründerszene klare Akzente als führender Digitalstandort. Der Freistaat verzeichnete 2025 ein Rekordplus von 56 Prozent bei Unternehmensgründungen.

Autonome Shuttles für Leipzig: 9,5 Millionen Euro Investition

Ein Meilenstein für die Mobilität der Zukunft: In Leipzig startete am 25. März 2026 die „Sächsische Initiative für Automatisierte Shuttles im Öffentlichen Verkehr“ (SIAS-ÖV). Das ambitionierte Projekt zielt auf ein vollintegriertes Transportsystem mit hochautomatisierten Fahrzeugen der SAE-Stufe 4 ab – perspektivisch ohne Personal an Bord. Wirtschaftsminister Dirk Panter überreichte in Leipzig die Förderbescheide aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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Ein starkes Konsortium aus der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), dem Ingenieurdienstleister IAV, der TU Dresden und dem Unternehmen eVersum treibt die Entwicklung voran. Bis Mitte 2028 sollen die Ergebnisse vorliegen, die als Grundlage für weitere Pilotanwendungen in ganz Sachsen dienen. Getestet wird auf einer bereits bekannten Strecke zwischen dem Messegelände und dem BMW-Werk.

Gründerboom und neue Plattform „wisawi“ stärken Innovation

Die Dynamik im Freistaat ist spürbar. Beim aktuellen Sächsischen Gründerpreis 2026 pitchen die Finalisten ihre Ideen vor einer Fachjury. Eine neue digitale Drehscheibe, die Plattform „wisawi“, vernetzt seit kurzem kostenlos Unternehmen, Forschung und öffentliche Einrichtungen. Sie soll den regionalen Austausch und gemeinsame Projektideen fördern.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) unterstützte 2025 18 Neuansiedlungen und Erweiterungen mit einem Investitionsvolumen von rund 211 Millionen Euro. Dadurch wurden 868 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Für wachstumsstarke Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen stellt zudem das Programm „Innovation Capital Sachsen“ Beteiligungskapital von ein bis fūnf Millionen Euro bereit.

„Silicon Saxony“ setzt auf Halbleiter und Quantencomputing

Mehr als 50 Milliarden Euro sind im Umkreis von 300 Kilometern für Investitionen in die Halbleiterindustrie geplant. Diese Summe unterstreicht den Anspruch der Region „Silicon Saxony“, ein globaler Mikroelektronik-Hotspot zu sein. Auch in Zukunftstechnologien wie dem Quantencomputing geht Sachsen voran: Der TGFS Technology Start-up Fund Sachsen investierte im November 2025 einen siebenstelligen Betrag in das Dresdner Unternehmen SaxonQ GmbH, um die Miniaturisierung der Technologie auf Chipgröße voranzutreiben.

Die Exzellenz der Forschung ist gesichert: Die TU Dresden verteidigte am 11. März 2026 erfolgreich ihren Status als Exzellenzuniversität.

Digitalisierung erreicht ländliche Räume und Verwaltung

Die Digitaloffensive macht auch vor dem Landleben nicht halt. Das Projekt „Digitale Dörfer Sachsen“ erprobt mit Bürgern, Verwaltungen und Forschern des Fraunhofer-Instituts digitale Services für den Alltag. In der öffentlichen Verwaltung baut Sachsen eigene Kapazitäten aus. Die Delos Cloud GmbH, eine Tochter von SAP, eröffnete Ende Januar 2026 in Leipzig ihr zweites Betriebszentrum für eine neue Cloud-Plattform der öffentlichen Hand.

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Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Freiberufler bleibt das EFRE-Programm „Digitalisierungszuschuss“ geöffnet. Es unterstützt komplexe Digitalisierungsprojekte und IT-Sicherheit mit bis zu 100.000 Euro.

Getragen werden diese Initiativen von der Digitalstrategie „sachsen digital 2030“. Sie skizziert den Weg zu einer besseren, schnelleren und sichereren digitalen Zukunft für den Freistaat. Die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung soll weiteres Wachstum und neue Jobs generieren.