SoftBank Group greift tief in die Tasche. Nachdem Nvidias geplante Mega-Investition in OpenAI offenbar ins Stocken geraten ist, verhandelt der japanische Technologiekonzern nun über eine zusätzliche Kapitalspritze von bis zu 30 Milliarden US-Dollar für den ChatGPT-Entwickler. An der Tokioter Börse schloss die Aktie die Woche bei 4.253 JPY (-0,28%).

Nvidia zögert – SoftBank springt ein

Berichten des Wall Street Journal und The Information zufolge führt SoftBank intensive Gespräche über die milliardenschwere Beteiligung. OpenAI strebt insgesamt rund 100 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital an.

Das Timing ist entscheidend. Laut aktuellen Meldungen vom 31. Januar hat sich ein konkurrierendes Finanzierungspaket von Nvidia – ursprünglich auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar geschätzt – zerschlagen. Insider nennen als Gründe interne Zweifel des Chip-Riesen an OpenAIs Unternehmensstruktur und Geschäftsdisziplin.

Diese Entwicklung eröffnet SoftBank strategischen Spielraum. Während Nvidia zurückrudert, könnten SoftBank und Amazon (im Gespräch für 50 Milliarden US-Dollar) die Finanzierungslücke schließen. Das Kapital soll OpenAIs massive Infrastrukturprojekte stützen – darunter Rechenzentren-Verpflichtungen von geschätzten 1,4 Billionen US-Dollar bis 2033.

Marktreaktion und finanzielle Einordnung

Die Meldungen kommen wenige Tage vor SoftBanks Quartalszahlen. Anleger wägen derzeit ab: Langfristiges Potenzial einer engeren OpenAI-Partnerschaft gegen die unmittelbaren Liquiditätsanforderungen eines solchen Deals.

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Aktuelle Kennzahlen:

  • Schlusskurs: 4.253 JPY
  • Tagesveränderung: -0,28%
  • Jahresentwicklung 2026: -3,34%
  • Marktkapitalisierung: ~24,2 Billionen JPY

Der Nikkei 225 beendete die Woche bei 53.323 Punkten. Trotz leichter Freitags-Verluste verzeichnete der Index für Januar ein Plus von knapp 6%. Tech-Werte wie Advantest gerieten zuletzt unter Druck – Sorgen über die Dimension der KI-Investitionen belasten die Stimmung.

Quartalszahlen im Fokus

Am 12. Februar legt SoftBank seine Ergebnisse vor. Analysten erwarten Antworten auf zwei zentrale Fragen:

KI-Strategie: Äußert sich das Management zu den OpenAI-Verhandlungen oder zur allgemeinen Ausrichtung auf „Artificial Superintelligence"?

Portfolio-Qualität: Wie steht es um bestehende Beteiligungen, insbesondere Arm Holdings und Private-Equity-Positionen, die im aktuellen Zinsumfeld unter Beobachtung stehen?

Während SoftBanks 30-Milliarden-Plan seinen Führungsanspruch in der KI-Revolution unterstreicht, mahnt Nvidias Rückzieher zur Vorsicht. Die Bewertungen im generativen KI-Sektor klettern in schwindelerregende Höhen – nicht alle Marktteilnehmer scheinen bereit, mitzugehen.

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