Amazon investiert 12 Milliarden Dollar in Rechenzentren in Louisiana – die bisher größte Einzelinvestition des Konzerns in KI-Infrastruktur. Während CEO Andy Jassy mit diesem Schritt die Führungsrolle im Cloud- und KI-Geschäft zementieren will, zeigt sich die Wall Street skeptisch: Die Aktie verlor seit Anfang Februar rund 18 Prozent an Wert.

Rechenzentren für die KI-Ära

Der E-Commerce- und Cloud-Riese kündigte gestern den Bau mehrerer Rechenzentrumsanlagen in den Parishes Caddo und Bossier im Nordwesten Louisianas an. Es sind die ersten Amazon-Rechenzentren in dem Bundesstaat. Die Anlagen sollen 540 Vollzeitstellen im Rechenzentrumsbereich schaffen und etwa 1.700 weitere Jobs in der Region unterstützen – von Elektrikern über Klimatechniker bis zu Sicherheitsspezialisten.

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Amazon arbeitet mit STACK Infrastructure als Baupartner zusammen, der Baubeginn steht unmittelbar bevor. Der Konzern verpflichtet sich, bis zu 400 Millionen Dollar in die lokale Wasserinfrastruktur zu investieren und die gesamten Kosten für die benötigte neue Energieinfrastruktur zu übernehmen. Laut Unternehmensangaben werden die Anlagen ausschließlich überschüssiges Wasser aus der Umgebung nutzen.

Warum Louisiana im Fokus steht

Louisiana entwickelt sich zum Rechenzentrum-Hotspot der USA. Meta baut bereits sein über 10 Milliarden Dollar schweres Hyperion-Projekt in Richland Parish, Anthropic plant ein 10-Milliarden-Zentrum in West Feliciana Parish. Die Gründe: günstige Energiekosten, verfügbare Flächen und staatliche Anreize.

Die 200-Milliarden-Frage

Die Louisiana-Investition ist Teil eines beispiellosen Infrastrukturprogramms. Amazon kündigte Anfang Februar Investitionsausgaben von rund 200 Milliarden Dollar für 2026 an – deutlich mehr als die von der Wall Street erwarteten 146 Milliarden. Die Reaktion war heftig: Eine neuntägige Verlustserie löschte über 450 Milliarden Dollar Marktwert aus, die längste negative Serie seit 2006.

Verantwortlich für die Zurückhaltung der Investoren: Zweifel, ob sich die massiven Ausgaben kurzfristig in Gewinnwachstum übersetzen lassen. Zwar wuchs das Cloud-Geschäft AWS im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent – das stärkste Wachstum seit 13 Quartalen –, doch die schiere Höhe der geplanten Investitionen überschattet diese Erfolge.

Berkshire steigt aus

Zusätzlichen Druck erzeugte eine Pflichtmitteilung von Berkshire Hathaway. Das Konglomerat verkaufte im vierten Quartal 2025 rund 7,7 Millionen Amazon-Aktien und reduzierte seine Position um mehr als 77 Prozent. Der Wert des verbliebenen Stakes sank von etwa 2,1 Milliarden auf rund 460 Millionen Dollar. Es war die letzte vierteljährliche Portfolio-Momentaufnahme unter Warren Buffetts CEO-Führung, bevor Greg Abel Anfang 2026 übernahm.

Berkshire hatte seine Amazon-Position bereits in den Quartalen zuvor sukzessive verringert – der große Abverkauf zum Jahresende unterstreicht jedoch die vorsichtige Haltung gegenüber der aktuellen Bewertung.

Wettrennen der Hyperscaler

Amazon steht im Wettbewerb mit Microsoft, Google und Meta, die zusammen für 2026 Investitionsausgaben von knapp 700 Milliarden Dollar angekündigt haben. Das Rennen um die besten KI-Trainingskapazitäten und Cloud-Infrastrukturen bestimmt die Strategie der Tech-Giganten – mit offenem Ausgang.

Die entscheidende Frage für Amazon: Wie schnell lassen sich die enormen Infrastrukturinvestitionen in Umsatz- und Margenwachstum umwandeln? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob die 12-Milliarden-Wette auf Louisiana und das 200-Milliarden-Programm die skeptische Wall Street überzeugen können.

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