Alphabet bewegt sich gerade auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Google DeepMind holt einen der renommiertesten KI-Köpfe aus der Finanzwelt, während britische Wettbewerbshüter dem Konzern neue Auflagen abringen. Und die Zahlen im Hintergrund sind bemerkenswert stark.

DeepMind holt Bridgewater-Chefwissenschaftler

Jasjeet Sekhon, bislang Chief Scientist und KI-Chef beim Hedgefonds Bridgewater Associates, wechselt zu Google DeepMind als Chief Strategy Officer. DeepMind-Gründer Demis Hassabis bestätigte den Wechsel am Mittwoch auf LinkedIn. Sekhon bleibt Bridgewater als Mitglied des Board of Directors erhalten, scheidet aber aus seinen operativen Rollen aus.

Sekhon bringt eine ungewöhnliche Kombination mit: Er hat an Harvard, Berkeley und zuletzt Yale gelehrt und seit 2018 Bridgewaters KI-Forschungsinitiative AIA Labs mitaufgebaut. Quantitatives Finanzmodellieren — ein Feld, das komplexe Modelle unter hohem Einsatz einsetzt — trifft damit auf ein Labor, dessen erklärtes Ziel die Lösung von Intelligenz ist. Für DeepMind bedeutet das zusätzliche Expertise genau dort, wo KI-Systeme in reale, folgenreiche Anwendungen überführt werden sollen.

Britische Regulierer erhöhen den Druck

Parallel dazu macht Google in Großbritannien Zugeständnisse. Die britische Competition and Markets Authority (CMA) hatte Google im Oktober mit dem Status „strategische Marktmacht" im Suchbereich belegt — eine Einstufung, die gezielte Eingriffe ermöglicht. Im Januar 2026 startete die Behörde eine Konsultation zu möglichen Maßnahmen.

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Googles Reaktion: Das Unternehmen entwickelt Mechanismen, mit denen Websites gezielt aus den KI-generierten Suchergebnissen aussteigen können — ohne ihre Sichtbarkeit in der klassischen Suche zu verlieren. Zudem soll ein weniger aufdringlicher Weg eingeführt werden, um die Standard-Suchmaschine am Gerät zu wechseln, anstelle häufiger Pop-ups.

Der Druck kommt auch von Verlagen. Die Publishers Association verzeichnet einen Rückgang der Klickraten auf akademische Referenzdienste um 19 Prozent und macht dafür Googles Verhalten verantwortlich. Sie fordert eine vollständige Trennung von Such- und KI-Crawlern sowie eine schnellere Umsetzung der Maßnahmen. Google hält mehr als 90 Prozent der britischen Suchanfragen — entsprechend groß ist das Gewicht dieser Auseinandersetzung.

Starke Zahlen als Fundament

Das regulatorische Gerangel trifft einen Konzern in robuster Verfassung. Im Gesamtjahr 2025 wuchs Alphabets Umsatz um gut 15 Prozent auf rund 403 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 32 Prozent auf 132 Milliarden Dollar zu. Im jüngsten Quartal übertraf das Unternehmen mit 113,8 Milliarden Dollar Umsatz die Analystenerwartungen von 111,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Alphabet-CEO Sundar Pichai verkaufte am Mittwoch 32.500 Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 308 Dollar — ein Vorgang, der sich in eine Reihe ähnlicher Transaktionen einreiht, darunter ein vergleichbarer Verkauf Anfang März. Die Alphabet-Aktie notiert aktuell bei rund 265 Euro und liegt damit noch knapp neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar.

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