Google öffnet seine persönliche KI-Assistenz für alle US-Nutzer — kostenlos. Was im Januar 2026 noch hinter einer Bezahlschranke lag, steht nun jedem Inhaber eines persönlichen Google-Kontos zur Verfügung. Das ist kein kleines Update, sondern ein strategischer Schwenk.

Warum Google die Paywall abbaut

„Personal Intelligence" erlaubt dem Gemini-Assistenten, auf Daten aus Gmail, Google Fotos, YouTube und anderen Google-Diensten zuzugreifen, um personalisierte Antworten zu liefern. Die Funktion ist in der KI-Suche, der Gemini-App und Gemini in Chrome verfügbar.

Der Wechsel von bezahlpflichtig zu kostenlos in weniger als zwei Monaten folgt einem Muster: Bereits im März 2025 machte Google Deep Research und Gems für ein breites Publikum gratis, kurz darauf folgte Gemini 2.5 Pro. Die Botschaft dahinter ist klar — Alphabet setzt auf Reichweite statt kurzfristige Aboeinnahmen.

Der strategische Kern liegt im Ökosystem. ChatGPT kann Gesprächsverläufe speichern, hat aber keinen Zugriff auf das E-Mail-Postfach oder die Fotobibliothek eines Nutzers. Apple hat ähnliche Funktionen für Siri angekündigt, kämpft aber mit Verzögerungen. Google hingegen kann auf Dienste zurückgreifen, die Milliarden Menschen täglich nutzen — ein struktureller Vorteil, den Wettbewerber nicht einfach replizieren können.

Starke Zahlen im Rücken

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Der Rollout findet auf solidem finanziellem Fundament statt. Im jüngsten Quartal erzielte Alphabet einen Gewinn je Aktie von 2,82 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 2,59 Dollar deutlich. Der Umsatz lag bei 113,83 Milliarden Dollar — 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 wuchs der Konzernumsatz auf 402,84 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 32 Prozent zu.

Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur — mehr als doppelt so viel wie die 91 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Google-Cloud-Auftragsbestand stieg um 55 Prozent auf 240 Milliarden Dollar.

Separat meldete Alphabet, dass CEO Sundar Pichai am 18. März insgesamt 32.550 Class-C-Aktien für rund 10 Millionen Dollar verkaufte. Die Transaktionen erfolgten im Rahmen eines vorab festgelegten 10b5-1-Plans — ein Standardverfahren, das keine diskretionären Entscheidungen des Insiders beinhaltet.

Am 28. April legt Alphabet die nächsten Quartalszahlen vor. Analysten erwarten dabei ein Umsatzwachstum von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr — der erste Stresstest dafür, ob die massiven KI-Investitionen bereits in messbarem Engagement sichtbar werden.

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