Tesla Aktie: Regulierer greifen durch
Für Tesla spitzt sich die Lage an der regulatorischen Front zu. Während das Unternehmen Milliarden in die eigene Chip-Produktion pumpt und sein Supercharger-Netzwerk nun für alle Konkurrenten öffnet, gerät das Herzstück der Zukunftsstrategie massiv ins Visier der Behörden. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zum autonomen Fahren auf die höchste Warnstufe angehoben.
Software-Schwächen im Alltag
Im Zentrum der Ermittlungen steht das "Full Self-Driving" (FSD) System. Das zuständige Office of Defects Investigation bemängelt, dass die Software bei alltäglichen Sichtbehinderungen wie Sonnenblendung oder Staub zu spät reagiert. In mehreren Fällen erkannte das System vorausfahrende Fahrzeuge gar nicht oder erst unmittelbar vor dem Aufprall. Die Behörde bringt das Problem mit neun Unfällen in Verbindung, darunter ein tödlicher Crash.
Besonders brisant ist dabei eine interne Analyse des Autobauers. Diese ergab, dass ein bereits entwickeltes Software-Update nur bei drei der neun untersuchten Vorfälle geholfen hätte. Folglich leitete die NHTSA nun eine sogenannte "Engineering Analysis" ein. Dies ist der letzte formelle Schritt vor einem möglichen Zwangs-Rückruf von 3,2 Millionen Fahrzeugen der Modellreihen S, X, 3, Y und Cybertruck.
Wachstumsfantasie unter Druck
Diese Entwicklung trifft den Elektroautobauer an einem empfindlichen Punkt. Die gesamte langfristige Wachstumsstrategie und die geplanten Robotaxi-Flotten basieren auf der FSD-Technologie. An der Börse quittierten Anleger die Neuigkeiten mit Verkäufen, wodurch der Kurs heute um 4,06 Prozent auf 329,30 Euro nachgab. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf knapp 12 Prozent. Die regulatorischen Hürden dämpfen auch die kurzfristigen Erwartungen: Prognosemärkte beziffern die Wahrscheinlichkeit für einen Robotaxi-Start in Kalifornien bis Ende Juni auf lediglich 13 Prozent.
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Hohe Investitionen und schwindende Burggräben
Abseits der Software-Probleme baut der Konzern seine Infrastruktur um. Seit Donnerstag haben nun auch Marken des Stellantis-Konzerns wie Jeep und Dodge Zugriff auf das Supercharger-Netzwerk. Einerseits generiert dies neue Service-Umsätze, andererseits verliert Tesla damit seinen wichtigsten exklusiven Wettbewerbsvorteil auf dem nordamerikanischen Markt.
Gleichzeitig steigen die Kosten rasant. Für das Jahr 2026 plant das Management Kapitalausgaben von über 20 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil davon fließt in das am 21. März startende "Terafab-Projekt", mit dem Tesla in die hauseigene Halbleiterfertigung einsteigt und Logik, Speicher sowie fortschrittliches Packaging unter einem Dach vereint.
Trotz des Gegenwinds aus Washington treibt der Konzern die operative Umsetzung seiner Vision voran. Mit mittlerweile 1,1 Millionen aktiven FSD-Abonnenten bereitet Tesla aktuell die Produktionslinien in Texas vor. Bereits im April soll dort die Fertigung der neuen Cybercabs ohne Lenkrad mit einer Stückzahl von mehreren Hundert Fahrzeugen pro Woche anlaufen.
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