Um im lukrativen Markt für Künstliche Intelligenz nicht ins Hintertreffen zu geraten, ordnet AMD seine Lieferketten neu. Ein frisch unterzeichnetes Abkommen mit Samsung sichert dem Chipentwickler nicht nur dringend benötigte Speicherbausteine der nächsten Generation. Die Vereinbarung könnte auch eine strategische Abkehr vom bisherigen Haus- und Hoflieferanten TSMC einläuten.

Speicher für die nächste Generation

Der Hunger nach Rechenleistung für KI-Modelle bringt die Hardware an ihre Grenzen. Um den Flaschenhals zwischen Speicherkapazität und Rechengeschwindigkeit zu umgehen, greift AMD nun auf Samsungs High-Bandwidth Memory (HBM4) zurück. Diese Bausteine sind für die kommenden Instinct MI455X KI-Beschleuniger zwingend erforderlich. Gleichzeitig liefert der südkoreanische Konzern optimierten DDR5-Speicher für die sechste Generation der EPYC-Serverprozessoren. Da die weltweiten Produktionskapazitäten für Hochleistungsspeicher branchenweit bis 2027 nahezu ausgebucht sind, sichert sich AMD mit diesem Schritt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil beim Ausbau seiner Rechenzentrums-Infrastruktur.

Strategischer Schwenk bei der Fertigung

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Ein weiteres Detail der Absichtserklärung lässt aufhorchen. Neben der reinen Speicherlieferung prüfen beide Unternehmen eine tiefere Zusammenarbeit bei der Chipfertigung. Marktbeobachter werten dies als Signal, dass AMD künftig Teile seiner Produktion vom langjährigen Partner TSMC zu Samsung Foundry verlagern könnte. Offenbar war der Zugang zu den begehrten HBM4-Chips an Bedingungen geknüpft, die Samsungs Auftragsfertigungsgeschäft stützen sollen. Für AMD kommt die gesicherte Lieferkette zur rechten Zeit. Erst im Februar schloss das Unternehmen einen milliardenschweren Rahmenvertrag mit Meta über die Lieferung von GPU-Kapazitäten ab der zweiten Jahreshälfte 2026 ab.

Insider-Verkäufe und Analysten-Ziele

Trotz der positiven operativen Nachrichten gab es in der Führungsetage zuletzt Gewinnmitnahmen. CEO Lisa Su und weitere Insider trennten sich in den vergangenen drei Monaten von Aktien im Wert von rund 50 Millionen US-Dollar. Nach dem jüngsten leichten Kursrückgang notiert das Papier aktuell bei 176,36 Euro, blickt aber auf Sicht von zwölf Monaten weiterhin auf einen starken Wertzuwachs von knapp 81 Prozent zurück. Analysten bleiben derweil mehrheitlich optimistisch. Experten von RBC Capital verweisen auf die erwarteten Volumensteigerungen durch Großkunden wie OpenAI und Meta im kommenden Jahr und bestätigen ihr Kursziel von 230 US-Dollar.

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