Künstliche Intelligenz verschlingt nicht nur Daten, sondern vor allem Strom. Um das rasante Wachstum seiner KI-Modelle abzusichern, baut der Google-Mutterkonzern Alphabet seine physische Infrastruktur massiv aus. Neben milliardenschweren Übernahmen im Cloud-Sektor rückt nun die Energieversorgung eigener Rechenzentren in den Fokus der Strategie.

Ein Kraftwerk für die Cloud

Am Dienstag präsentierten Google und der Energieversorger DTE Energy die Pläne für ein neues, ein Gigawatt starkes Rechenzentrum in Michigan. Das intern als „Project Cannoli“ bezeichnete Vorhaben zielt direkt auf die extremen Rechenanforderungen moderner KI-Modelle ab. Um das lokale Stromnetz nicht zu belasten, finanziert Alphabet zusätzlich 2,7 Gigawatt an neuen, sauberen Energieressourcen wie Solarkraft und Batteriespeicher. Diese Kapazität würde ausreichen, um zwei Millionen Haushalte zu versorgen.

Ein eigens eingerichteter Fonds über 10 Millionen Dollar soll zudem die lokale Energieeffizienz und Personalentwicklung fördern. Alphabet übernimmt dabei sämtliche Infrastrukturkosten, um die regulären Stromkunden vor Preisanstiegen zu schützen.

Milliarden-Zukäufe flankieren das Wachstum

Die physische Expansion wird durch strategische Zukäufe ergänzt. Erst vergangene Woche schloss Alphabet die Übernahme des Infrastruktur-Spezialisten Intersect für 4,75 Milliarden US-Dollar ab. Das Unternehmen sichert sich damit wichtige Energieprojekte, die sich bereits in der Entwicklung befinden. Zeitgleich vollzog der Konzern den 32 Milliarden Dollar schweren Kauf der Cloud-Sicherheitsplattform Wiz. Diese Ausgaben unterstreichen den enormen Kapitalbedarf im aktuellen KI-Wettlauf.

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Starkes Fundament stützt Investitionen

Finanziert wird diese Offensive durch ein hochprofitables Kerngeschäft. Im jüngsten Quartal kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar, wobei die Google Cloud-Sparte mit einem Wachstum von 48 Prozent herausstach. Treiber hierfür war vor allem die hohe Nachfrage von Unternehmenskunden nach sicherer Cloud-Infrastruktur und der Integration der Gemini-KI-Modelle.

Diese operative Stärke spiegelt sich auch auf dem Kurszettel wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von gut 83 Prozent und pendelt aktuell mit einem gestrigen Schlusskurs von 269,55 Euro knapp unter der viel beachteten 50-Tage-Linie.

Mit der Kombination aus dem neuen Rechenzentrum in Michigan und den gezielten Übernahmen baut Alphabet das notwendige Fundament für die nächste Generation seiner KI-Anwendungen. Die Investoren honorieren bisher, dass der Konzern die steigenden Kapitalausgaben durch das rasante Wachstum im Cloud-Geschäft rechtfertigen kann.

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