Almonty erlebt eine außergewöhnliche Phase: Der Kurs hat sich in zwölf Monaten verachtfacht, gleichzeitig senden Insider völlig unterschiedliche Signale. Während der CEO weiter zukauft, steigt ein unabhängiger Director komplett aus. Im Hintergrund treibt das Unternehmen den Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea voran und baut seine strategische Rolle im US-Verteidigungssektor aus.

Gegensätzliche Insider-Transaktionen

CEO Lewis Black hat seine Kaufserie Anfang Januar fortgesetzt. Er erwarb Aktien im Wert von rund 185.000 CAD. Zuvor hatte er im November etwa 316.500 USD und im Dezember rund 412.500 CAD investiert. Insgesamt hält Black nun etwa 23,62 Millionen Aktien und ist laut Refinitiv damit der zweitgrößte Anteilseigner.

Die wiederholten Käufe erfolgen in einer Phase kräftiger Kursgewinne:
- Kursplus rund 700 % in den vergangenen zwölf Monaten
- Anstieg um 88 % in den letzten sechs Monaten

Ein Teil der Transaktionen erfolgte über die Ausübung von Warrants und führte so zusätzlichem Eigenkapital zu.

Im starken Kontrast dazu steht der Schritt von Independent Director David Hanick. Er hat seine gesamte Position veräußert. Das Paket hatte einen Gegenwert von rund 1,7 Millionen CAD bei einem Durchschnittskurs von 13,21 CAD je Aktie und ist die größte einzelne Insider-Veräußerung der vergangenen zwölf Monate.

Die wesentlichen Insider-Daten im Überblick:

  • Aggregierte Insiderkäufe (12 Monate): ca. 8,9 Mio. Aktien
  • Insiderverkäufe (ohne Hanick): ca. 375.918 Aktien
  • Hanick: vollständige Auflösung der Position auf null Aktien
  • Aktueller Kurs: etwa 12,52 CAD

Damit steht ein klarer Schwerpunkt auf Insiderkäufen einer einzelnen vollständigen Exit-Entscheidung gegenüber, was die Interpretation der Signale anspruchsvoll macht.

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Produktion in Sangdong läuft an

Für die Bewertung der Aktie bleibt die operative Entwicklung entscheidend. Die Wolframmine Sangdong in Südkorea ist Ende 2025 in Produktion gegangen. Der Ausstoß wird schrittweise hochgefahren, mit dem Ziel eines stabilen kommerziellen Betriebs bei voller Auslastung in der ersten Jahreshälfte 2026.

Mit diesem Übergang vom Entwicklungsstadium zum Produzenten verändert sich das Profil des Unternehmens grundlegend. Das aktuelle Preisumfeld für Wolfram verstärkt die Bedeutung des Produktionsstarts.

Projekte auf drei Kontinenten

Parallel dazu arbeitet Almonty an einer breiteren Basis der Förderung:

  • Sangdong (Südkorea): Kernprojekt, laufender Produktionshochlauf
  • Panasqueira (Portugal): Umfangreiches Bohrprogramm zur Erweiterung in „Level 4“
  • Gentung Browns Lake (Montana, USA): Erwerb für 9,75 Mio. USD, zusätzliche Fördermengen ab 2026 erwartet

Auf Managementebene wurde das Team ausgebaut: Guillaume Wiesenbach de Lamaziere übernahm die Rolle des Chief Development Officer, Brigadegeneral a.D. Steven L. Allen wurde zum COO ernannt.

Wachsende Rolle im US-Verteidigungssektor

Almonty bindet sich enger an die US-Rüstungsindustrie und Regierungsstellen. Lieferverträge mit Tungsten Parts Wyoming für US-Verteidigungsanwendungen und eine strategische Partnerschaft mit American Defense International sollen das Unternehmen als alternativen Wolfram-Lieferanten positionieren. Hintergrund ist das Ziel Washingtons, die Abhängigkeit von China, Russland und Nordkorea ab 2027 deutlich zu reduzieren.

Die geopolitische Dimension zeigt sich auch daran, dass sich der Ausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Thema Chinesische Kommunistische Partei offiziell nach der Produktionskapazität von Sangdong erkundigt hat.

Bewertung und Ausblick

Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 3,4 Mrd. CAD (ca. 2 Mrd. USD). Das Kursziel von DA Davidson beträgt 12 CAD bei einer weiterhin aufrechterhaltenen Kaufempfehlung. Auf Zwölf-Monats-Sicht kommt der Titel auf eine Rendite von 760,90 % und lässt damit den S&P/TSX Composite mit seinem Plus von 29,25 % deutlich hinter sich.

In den kommenden Monaten rückt nun vor allem der erfolgreiche Hochlauf der Sangdong-Mine in den Vordergrund. Gelingt der Übergang zu stabiler Produktion im ersten Halbjahr 2026, dürfte dies für die weitere Kursentwicklung und die Einordnung der jüngsten Insiderbewegungen zum entscheidenden Referenzpunkt werden.

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