Der chinesische E-Commerce-Gigant bläst zum Angriff im hart umkämpften Markt für künstliche Intelligenz. Mit extrem günstigen Preisen und einer neuen Plattform für Entwickler fordert der Konzern etablierte Platzhirsche wie Microsofts GitHub direkt heraus. CEO Eddie Wu setzt alles auf die Karte „Artificial General Intelligence“ – doch kann diese Strategie gegen die übermächtige Konkurrenz bestehen?

Kampf um die Entwickler

Alibaba Cloud startete am gestrigen Mittwoch eine neue Offensive, um Software-Ingenieure an das eigene Ökosystem zu binden. Das Herzstück ist ein neues Abonnement-Modell, das Entwicklern Zugang zu einer Multi-Modell-Umgebung bietet. Nutzer können dabei nahtlos zwischen Alibabas eigenen Qwen-Modellen und externen Technologien wie Zhipu AIs GLM-5 oder MiniMax wechseln.

Um Marktanteile zu gewinnen, setzt der Konzern auf eine aggressive Preispolitik. Der Einstiegspreis für die „Lite“-Version liegt im ersten Monat bei lediglich 7,9 Yuan (ca. 1 Euro), bevor der reguläre Preis von 40 Yuan greift. Dieser Schritt unterstreicht die von CEO Eddie Wu ausgegebene Marschrichtung, das Unternehmen radikal auf künstliche Intelligenz auszurichten. Die Maßnahme ist Teil eines gewaltigen Infrastruktur-Pakets im Volumen von 380 Milliarden Yuan, das Alibaba bereits im Februar 2025 angekündigt hatte.

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Blick auf die Konkurrenz

Der Vorstoß in den Markt für KI-Programmierassistenten ist eine Wette auf enormes Wachstum: Prognosen zufolge soll dieses Segment bis 2032 ein Volumen von über 127 Milliarden US-Dollar erreichen. Allerdings trifft Alibaba auf etablierte Gegner. International dominiert Microsofts GitHub Copilot mit einem Marktanteil von 42 Prozent, während spezialisierte Anbieter wie Cursor bereits massive Umsätze generieren.

Auch im heimischen chinesischen Markt tobt ein Verdrängungswettbewerb. Während Konkurrent ByteDance mit seinem Doubao-Chatbot bereits über 100 Millionen Nutzer erreicht, liegt Alibaba hier quantitativ zurück. Ein Lichtblick ist jedoch die Qualität der Nutzerbasis: Alibabas Qwen-Plattform verzeichnete zuletzt die höchste Bindungsrate (Retention Rate) unter den chinesischen Anbietern.

An der Börse wird die Situation genau beobachtet. Die Aktie notiert derzeit bei 129,00 Euro und hat damit gut 20 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch, wobei ein RSI von 29,4 auf eine technisch überverkaufte Situation hindeutet.

Alibaba positioniert sich mit diesem Schritt nicht nur als Software-Anbieter, sondern als zentraler Infrastruktur-Aggregator für KI-Entwicklung. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun davon ab, ob die niedrigen Einstiegspreise ausreichen, um Entwickler dauerhaft von den etablierten westlichen und heimischen Plattformen abzuwerben.

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