Der Quantencomputer-Hype hat viele Gewinner produziert – aber ausgerechnet die großen Investoren werden zuletzt vorsichtiger. Bei Rigetti ist im Schlussquartal 2025 ein klarer Trend sichtbar: Institutionelle Anleger haben ihre Beteiligung reduziert. Was steckt hinter dieser Zurückhaltung, obwohl der Sektor langfristig riesige Chancen verspricht?

Weniger institutionelles Kapital – trotz starkem Lauf

Laut Finanzunterlagen sank der institutionelle Anteil an Rigetti im vierten Quartal 2025 von 50,71% auf 48,45%. Das ist bemerkenswert, weil die Aktie zuvor eine Phase außergewöhnlicher Kursgewinne hinter sich hatte: Bis Mitte Oktober 2025 lag die Rendite auf Sicht von zwölf Monaten bei rund 6.200%.

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Genau diese Vorgeschichte liefert einen möglichen Erklärungsansatz: Nach extremen Anstiegen werden Portfolios oft neu ausbalanciert – Gewinne werden mitgenommen, Risiken reduziert.

Branchenweiter Effekt: Sorge vor Verwässerung und „zu viel Vorschuss“

Der Schritt scheint kein Einzelfall zu sein. Auch andere reine Quantencomputer-Entwickler verzeichneten im gleichen Meldezeitraum sinkende institutionelle Beteiligungen. Marktbeobachter führen die Umschichtungen vor allem auf drei Punkte zurück: Angst vor Kapitalverwässerung, hohe Bewertungsniveaus (unter anderem über hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse) und die Erfahrung, dass junge Tech-Themen in der Vergangenheit immer wieder zu Übertreibungen neigten.

Das klingt weniger nach einer Abkehr von Quantum Computing – und mehr nach einem Dämpfer für Bewertungen, die zu schnell zu weit gelaufen sind.

Geschäftlicher Zugang über die Cloud – und große Langfristzahlen

Kommerziell bleibt Rigetti über große Cloud-Plattformen sichtbar. Über Amazons „Braket“-Service können Unternehmen im Pay-as-you-go-Modell auf Quantenrechner zugreifen – hardware-agnostisch, also neben Rigetti auch über andere Anbieter. Für Rigetti ist das ein wichtiger Vertriebsweg, weil er den Zugang für Unternehmenskunden vereinfacht.

Gleichzeitig bleiben die Langfristprognosen für den Gesamtmarkt ambitioniert: Die Boston Consulting Group sieht bis 2040 ein globales Marktpotenzial von 450 bis 850 Milliarden US-Dollar. The Quantum Insider spricht sogar von bis zu 1 Billion US-Dollar wirtschaftlichem Wert bis 2035. Rückenwind kommt auch von großen Programmen etablierter Häuser – etwa durch eine von JPMorgan Chase angekündigte Initiative im Umfang von 1,5 Billionen US-Dollar, die auch Quantencomputing einschließt.

Zum Kursbild: Nach der Erholung der letzten sieben Tage (+6,03%) steht die Aktie auf 30-Tage-Sicht dennoch klar im Minus (-19,41%) – der Markt wirkt also weiterhin nervös nach der starken Vorphase.

Am Ende läuft es auf ein Spannungsfeld hinaus: Kurzfristig werden Bewertung und mögliche Verwässerung offenbar kritischer gesehen, während die langfristige wirtschaftliche Vision für Quantencomputing intakt bleibt.

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