AeroVironment Aktie: Starke Nachfrage, schwaches Quartal
Ein Stopp-Arbeitsbefehl der US Space Force hat AeroVironment im dritten Quartal des Fiskaljahres 2026 empfindlich getroffen. Trotz eines Umsatzwachstums von über 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten — und musste die Jahresprognose nach unten korrigieren.
Der SCAR-Effekt
Der sogenannte Stop-Work-Order für das SCAR-Programm der Space Force ist der zentrale Belastungsfaktor des Quartals. Er löste eine Goodwill-Abschreibung von 151 Millionen Dollar aus und strich rund 1,49 Milliarden Dollar aus dem unfinanzierten Auftragsbestand. Beim Umsatz von 408 Millionen Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,64 Dollar — erwartet wurden 0,68 Dollar — blieb das Unternehmen jeweils unter den Konsensschätzungen.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet AeroVironment nun mit einem Umsatz zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar sowie einem bereinigten EPS von 2,75 bis 3,10 Dollar.
Analysten senken Kursziele, bleiben aber positiv
Die Reaktion der Analystenhäuser fiel einheitlich aus: Kursziele runter, Kaufempfehlung bleibt. Jefferies senkte das Ziel von 390 auf 305 Dollar, Needham von 450 auf 400 Dollar, RBC Capital von 375 auf 325 Dollar und Canaccord Genuity von 330 auf 300 Dollar. Der Konsens liegt aktuell bei einem durchschnittlichen Kursziel von 318,78 Dollar — und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau von rund 181 Euro.
Hintergrund der anhaltenden Kaufempfehlungen: Der finanzierte Auftragsbestand erreichte mit 1,10 Milliarden Dollar ein Rekordhoch, das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 1,6x. Das Segment für unbemannte Luftfahrtsysteme wuchs im Jahresvergleich um 50 Prozent. Analysten sehen AeroVironment zudem als potenziellen Hauptprofiteur, sollten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter zunehmen.
Institutionelle Investoren mit gemischten Signalen
Auf Investorenseite zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Ghisallo Capital Management baute mit dem Kauf von 200.000 Aktien im Wert von rund 63 Millionen Dollar eine neue Position auf. Portolan Capital Management hingegen reduzierte seinen Bestand um 17,3 Prozent. Insgesamt halten institutionelle Investoren weiterhin rund 86 Prozent der Anteile.
Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 354,30 Euro fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Ob das SCAR-Programm dauerhaft entfällt oder neu verhandelt wird, dürfte maßgeblich bestimmen, wie schnell sich der Kurs erholen kann.
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