Ocugen hat die Patientenrekrutierung für seine Phase-3-Studie mit dem Gentherapie-Kandidaten OCU400 abgeschlossen. Das klingt nach einem klaren Fortschritt — und ist es auch. Die Kehrseite: Das Unternehmen kämpft gleichzeitig mit ernsthaften Liquiditätsproblemen, die den Jubel der Anleger dämpfen sollten.

OCU400: Vom Recruiting zur Datengenerierung

Der Abschluss der Patientenrekrutierung am 2. März 2026 markiert einen wichtigen Schritt im Entwicklungsprogramm für OCU400, das zur Behandlung von Retinitis Pigmentosa — einer seltenen genetischen Augenerkrankung — entwickelt wird. Mit vollständiger Studienbesetzung rückt nun die Datengewinnung in den Mittelpunkt. Topline-Ergebnisse erwartet Ocugen im ersten Quartal 2027.

Der Meilenstein ist zugleich Voraussetzung für die geplante rollierende BLA-Einreichung bei der FDA, die für das dritte Quartal 2026 angesetzt ist. In der Biotech-Branche gilt der Abschluss der Rekrutierung als Signal, das das wahrgenommene Ausführungsrisiko einer Studie deutlich senkt — entsprechend stark reagierte der Kurs.

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Auch die Pipeline jenseits von OCU400 zeigt Bewegung: Die Phase-2-Studie mit OCU410 gegen Geografische Atrophie wies eine 46-prozentige Reduktion der Läsionsgröße nach. Vollständige Ergebnisse werden noch im März 2026 erwartet, eine Phase-3-Studie soll im Jahresverlauf beginnen. Für das zweite Quartal 2026 ist zudem der Start einer Phase-1-Studie mit dem inhalierbaren COVID-19- und Grippeimpfstoff OCU500 geplant.

Liquidität bleibt das zentrale Risiko

Die klinischen Fortschritte stehen in scharfem Kontrast zur Finanzlage. Im Gesamtjahr 2025 erzielte Ocugen Einnahmen von 4,41 Millionen US-Dollar — bei einem Nettoverlust von 67,85 Millionen US-Dollar. Die hohen Kosten für spätklinische Gentherapieprogramme schlagen sich direkt in der Bilanz nieder.

Besonders bemerkenswert: Wirtschaftsprüfer haben eine „Going Concern"-Warnung ausgesprochen. Eine Kapitalerhöhung im Januar 2026 brachte zwar rund 22,5 Millionen US-Dollar ein, doch aktuelle Projektionen deuten darauf hin, dass die Liquidität nur bis zum vierten Quartal 2026 reicht — also genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem die BLA-Einreichung erfolgen soll.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 320 Prozent zugelegt und notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch. Ob das Unternehmen bis zur potenziellen Kommerzialisierung nicht-verwässernde Finanzierungsquellen erschließen kann, bleibt die entscheidende operative Frage für die kommenden Monate.

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