AeroVironment Aktie: Geduldsprobe voraus!
AeroVironment hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres auf ganzer Linie enttäuscht – und das nicht nur wegen schwacher Zahlen. Der Verlust eines milliardenschweren Rüstungsvertrags trifft das Unternehmen zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Aktie verlor daraufhin rund sechs Prozent.
Wenn ein Vertrag die Bilanz erschüttert
Der eigentliche Schock kam nicht aus der Gewinn-und-Verlustrechnung, sondern aus einer Regierungsentscheidung: Das US-Verteidigungsministerium plant, den BADGER-Vertrag im Rahmen des Space-Force-Programms SCAR zu kündigen. Die Folgen sind erheblich. Rund 1,5 Milliarden Dollar an noch nicht finanzierten Auftragsoptionen entfallen damit. Zusätzlich musste AeroVironment eine Goodwill-Abschreibung von 151 Millionen Dollar verbuchen.
Besonders brisant: Noch in der Vorwoche hatte das Unternehmen öffentlich über laufende Gespräche mit der Space Force gesprochen. Die abrupte Kehrtwende traf Anleger entsprechend unvorbereitet.
CEO Wahid Nawabi erklärte, man habe mit dem Auftraggeber keine für beide Seiten akzeptable Lösung finden können. Gleichzeitig betonte er, das zugrundeliegende Phased-Array-BADGER-System als technologisch führend zu betrachten – und plant, es künftig als kommerzielles Produkt weiterzuentwickeln.
Zahlen und Ausblick unter Druck
Auch abseits des SCAR-Debakels blieben die Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz lag mit 408 Millionen Dollar rund 14 Prozent unter dem Analystenkonsens. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,64 Dollar verfehlte die Schätzungen zum dritten Mal in Folge. Die Bruttomarge fiel deutlich auf 24 Prozent – im Vorjahresquartal waren es noch 38 Prozent. Ursache war vor allem ein höherer Anteil an Serviceumsätzen infolge der BlueHalo-Akquisition sowie gestiegene Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation.
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Das Management senkte die Jahresprognose spürbar: Beim Umsatz rechnet AeroVironment nun mit rund 1,9 Milliarden Dollar, beim bereinigten Gewinn je Aktie mit einem Mittelwert von 2,93 Dollar – ein Rückgang von knapp 16 Prozent gegenüber der vorherigen Guidance.
Starke Nachfrage als Gegengewicht
Das Bild ist nicht durchweg negativ. Die Auftragseingänge seit Jahresbeginn summierten sich auf rund 4,6 Milliarden Dollar, der finanzierte Auftragsbestand stieg auf etwa 1,1 Milliarden Dollar. CEO Nawabi sprach von einer beispiellosen Nachfrage nach KI-gestützten Drohnen und Gegendrohnen-Systemen – auch getrieben durch den Konflikt im Iran. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Rekordumsatz, da verschobene Bestellungen dann zur Auslieferung kommen sollen.
Mehrere Analysten – darunter Stifel, RBC Capital, KeyBanc, Needham und UBS – senkten ihre Kursziele. KeyBanc etwa reduzierte das Ziel von 330 auf 295 Dollar, hält aber an der Übergewichten-Empfehlung fest. Die Bank sieht das Kerngeschäft mit Drohnen und Verteidigungssystemen weiterhin intakt und verweist auf steigende Staatsausgaben in diesem Bereich.
Die Aktie notiert aktuell rund 49 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom Oktober 2025 – ein Niveau, das die Schwere des SCAR-Rückschlags widerspiegelt. Ob das vierte Quartal die versprochenen Rekorderlöse liefert, wird zur entscheidenden Bewährungsprobe für die Jahresprognose.
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