Der Drohnenhersteller AeroVironment sendet gemischte Signale an den Markt. Während enttäuschende Quartalszahlen und eine gesenkte Jahresprognose in den vergangenen Wochen für deutlichen Druck sorgten, liefert das US-Verteidigungsministerium nun dringend benötigten Rückenwind. Zwei neue Millionenaufträge des Pentagons rücken den Fokus der Investoren wieder auf das langfristige Potenzial im Rüstungssektor.

Ausschlaggebend für die operativen Lichtblicke sind zwei frische Beschaffungsverträge der US-Armee mit einem Gesamtvolumen von rund 135 Millionen US-Dollar. Den Löwenanteil macht dabei die Lieferung von autonomen P550-Aufklärungssystemen aus. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen einen ersten Auftrag für die neue "Red Dragon"-Plattform. Das Management rechnet damit, dass dieses System bis zum Ende des Jahrzehnts eine ähnliche Skalierung wie die bekannten Switchblade-Drohnen erreichen könnte.

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Analysten korrigieren Erwartungen

Die neuen Aufträge treffen auf ein Marktumfeld, das nach der jüngsten Berichtssaison spürbar abgekühlt ist. AeroVironment verfehlte im März die Gewinnerwartungen und musste gleichzeitig die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten anpassen. Als Reaktion darauf passten zahlreiche Wall-Street-Häuser ihre Kursziele an:

  • BTIG: Senkung von 415 auf 330 US-Dollar (Kaufen)
  • Canaccord Genuity: Senkung von 330 auf 300 US-Dollar (Kaufen)
  • Needham & Company: Senkung von 450 auf 400 US-Dollar (Kaufen)
  • Robert W. Baird: Senkung von 260 auf 235 US-Dollar (Outperform)

Bemerkenswert ist dabei, dass die Experten trotz der Zielsenkungen mehrheitlich an ihren positiven Einstufungen festhalten. Lediglich Raymond James tanzte aus der Reihe und stufte das Papier von "Underperform" auf "Market Perform" hoch, was die Analysten primär mit der günstigeren Bewertung nach dem jüngsten Kursrutsch begründeten.

Umbruch in der Führungsetage

Neben den operativen Herausforderungen steht der Konzern auch vor personellen Veränderungen. Sowohl Chief Operating Officer Brad Truesdell als auch Finanzchef Kevin McDonnell haben ihren Rückzug angekündigt. Diese anstehende Übergangsphase in der Führungsetage trifft auf eine ohnehin angespannte Kursentwicklung. Aktuell notiert der Titel bei 176,55 Euro und hat damit auf Sicht von 30 Tagen rund 20 Prozent an Wert eingebüßt.

Trotz der personellen Wechsel und der gekappten Gewinnprognose bleibt das fundamentale Fundament intakt. Mit einem Rekord-Auftragsbestand von 1,1 Milliarden US-Dollar und den neuen Pentagon-Deals im Rücken verfügt AeroVironment über eine solide Basis, um die aktuellen operativen Hürden in den kommenden Quartalen abzuarbeiten.

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