AeroVironment Aktie: Belastungen im Blick
Abschreibung, Betriebsverlust, Klagsrisiko — AeroVironment hatte im dritten Quartal des Geschäftsjahres einiges zu verdauen. Beim JPMorgan Industrials Conference am 18. März versuchte das Management, den Kurs für die kommenden Monate zu skizzieren.
Der Raumfahrtbereich als Belastungsfaktor
Im Mittelpunkt stand die Abschreibung von 150,3 Millionen Dollar auf den Goodwill der Raumfahrtsparte. Auslöser war die Stornierung des SCAR-Programms der U.S. Space Force, das zuvor rund 5 Prozent des Jahresumsatzes ausgemacht hatte. Die Abschreibung trieb den operativen Verlust im Quartal (Ende Januar 2026) auf 179 Millionen Dollar.
Das Management betonte, die zugrundeliegende Technologie künftig als kommerzielles Produkt weiterzuentwickeln. Der betreffende Vermögenswert wird mit 3 Milliarden Dollar bewertet. Den Ausfall des Regierungsauftrags selbst erwartet AeroVironment mit begrenzten Folgen für die künftigen Erlöse.
Wachstumspfade jenseits des Raumfahrtsektors
Strategisch setzt das Unternehmen verstärkt auf gerichtete Energiesysteme und Drohnenabwehr. Für ein U.S.-Army-Programm im Bereich Directed Energy bewirbt sich AeroVironment mit seiner LOCUST-Technologie. Die Produktionskapazität der Titan-Serie — eingesetzt zur Abwehr unbemannter Flugsysteme — soll im nächsten Geschäftsjahr auf 500 Millionen Dollar ausgebaut werden. Parallel entsteht ein neues Werk für das Loitering-Munitions-Geschäft.
Anfang März sicherte sich das Unternehmen zudem einen Dreijahresvertrag über 97,4 Millionen Dollar mit dem U.S. Army Aviation and Missile Technology Consortium. Das Projekt GENESIS soll eine neue Testumgebung für Raketenabwehr- und Sensorsysteme schaffen.
Zahlen mit Licht und Schatten
Der Quartalsumsatz stieg auf 408 Millionen Dollar — ein Plus von 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr, maßgeblich getrieben durch die BlueHalo-Übernahme, die allein 176,5 Millionen Dollar beisteuerte. Die Bruttomarge sank jedoch von 38 auf 24 Prozent, belastet durch einen höheren Serviceanteil sowie 43,9 Millionen Dollar an Amortisierungskosten aus der Akquisition. Der Nettoverlust belief sich auf 156,6 Millionen Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 senkte AeroVironment die Prognose: Der Umsatz wird nun zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar erwartet, der Nettoverlust zwischen 201 und 218 Millionen Dollar. Die Kanzlei Pomerantz Law Firm hat inzwischen eine Untersuchung im Auftrag von Aktionären eingeleitet — ein weiterer Schatten über dem laufenden Geschäftsjahr.
Die Aktie notiert aktuell rund 24 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn fast 17 Prozent verloren. Ob die strategischen Weichenstellungen — Titan-Skalierung, GENESIS-Vertrag, kommerzielle Raumfahrttechnologie — die Investoren bis zum Jahresabschluss überzeugen können, hängt wesentlich davon ab, wie schnell sich der Auftragsbestand von rekordhohen 1,1 Milliarden Dollar in Umsatz verwandelt.
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