Der Schweizer Pharmakonzern Roche ordnet die Entwicklung eines wichtigen Medikamentenkandidaten neu. Während das Unternehmen die Forschung für zwei seltene Muskelerkrankungen nach enttäuschenden Studiendaten stoppt, rückt nun ein milliardenschwerer Wachstumsmarkt in den Mittelpunkt. Der Wirkstoff soll künftig im boomenden Bereich der Gewichtsreduktion punkten.

Enttäuschung in der Neurologie

Gestern gab die japanische Roche-Tochter Chugai Pharmaceutical das vorzeitige Aus für den Anti-Myostatin-Antikörper Emugrobart in der Neurologie bekannt. Geplante Phase-III-Studien für die Spinale Muskelatrophie (SMA) und die Fazioskapulohumerale Muskeldystrophie (FSHD) finden nicht statt. Der Grund für diesen Schritt liegt in den unzureichenden Ergebnissen der mittleren Studienphasen. Der Wirkstoff zeigte keine konsistenten Verbesserungen beim Muskelwachstum, was eine Fortführung in die entscheidende Testphase ausschloss.

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Dieser strategische Schwenk hat direkte Auswirkungen auf die Konkurrenz. Während Roche das Feld der seltenen Muskelerkrankungen räumt, profitiert der Rivale Scholar Rock. Dessen Aktienkurs legte nach der Meldung deutlich zu, da der Weg für ihren eigenen Kandidaten Apitegromab nun freier wird.

Neustart im Adipositas-Markt

Roche schreibt den Wirkstoff jedoch nicht vollständig ab. Stattdessen konzentriert sich der Konzern auf das kommerzielle Potenzial im Bereich Adipositas. In der laufenden Phase-II-Studie testen die Forscher Emugrobart derzeit in Kombination mit Eli Lillys etabliertem Abnehm-Medikament Zepbound. Ziel ist eine effektivere Gewichtsreduktion bei Patienten mit entsprechenden Begleiterkrankungen.

Der Rückzug aus dem Bereich der seltenen Muskelerkrankungen hinterlässt eine Lücke bei der Behandlung von FSHD, für die es bislang keine zielgerichteten Therapien gibt. Wirtschaftlich verlagert Roche das Risiko nun vollständig in den hochkompetitiven Adipositas-Sektor. Die Ergebnisse der laufenden Phase-II-Studie zur Kombinationstherapie mit Zepbound bilden den nächsten konkreten Meilenstein für die kommerzielle Bewertung des Wirkstoffs.

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