Frische Aufträge der US-Armee im Wert von 135 Millionen US-Dollar sollten bei AeroVironment eigentlich für Jubel sorgen. Stattdessen rücken interne Baustellen in den Vordergrund. Eine schwächelnde Raumfahrtsparte und eine frisch gekappte Jahresprognose dämpfen die Stimmung der Investoren spürbar.

Millionen-Deals für Drohnensysteme

Konkret sicherte sich der Drohnenspezialist 117,3 Millionen US-Dollar für die Lieferung von P550-Langstreckenaufklärungssystemen, die bis Juli 2026 abgeschlossen sein soll. Hinzu kommen 17,6 Millionen US-Dollar für sogenannte Red Dragon-Systeme. Diese Abschlüsse festigen die Position als wichtiger Lieferant des US-Verteidigungsministeriums. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck im Sektor, was ein kürzlicher 52-Millionen-Dollar-Auftrag für den Konkurrenten Skydio unterstreicht.

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Raumfahrtsparte erzwingt Prognosesenkung

Die neuen Rüstungsdeals können die jüngsten Rückschläge im Unternehmen nicht kaschieren. AeroVironment musste den finanziellen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 spürbar nach unten korrigieren. Das Management rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor bis zu 2,0 Milliarden angepeilt waren. Auch die Erwartungen für den bereinigten Gewinn pro Aktie sanken. Verantwortlich für diesen Dämpfer ist primär die schwache Entwicklung im Raumfahrtsegment, die bereits zu einer Firmenwertabschreibung von beachtlichen 151,3 Millionen US-Dollar führte.

Zukäufe und Auftragsbestand

Um die technologische Basis abseits der Problemsparten zu stärken, übernahm AeroVironment Mitte März den Spezialisten für unbemannte Systeme ESAero für rund 200 Millionen US-Dollar. Ein Großteil des Kaufpreises wurde dabei in Aktien beglichen. Ein Lichtblick bleibt der finanzierte Auftragsbestand von 1,1 Milliarden US-Dollar, der eine gewisse Planungssicherheit bietet.

An der Börse überwiegt momentan die Skepsis gegenüber den internen Herausforderungen. Die Aktie gab heute um 3,15 Prozent auf 165,85 Euro nach und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 24 Prozent, was den anhaltenden Druck auf den Titel verdeutlicht. Der Milliarden-Auftragsbestand sichert dem Unternehmen vorerst die Grundauslastung im Kerngeschäft. Gleichzeitig erfordert die schwache Profitabilität im Raumfahrtsegment sowie die Integration der ESAero-Übernahme in den kommenden Monaten erhebliche operative Managementkapazitäten.

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