AeroVironment Aktie: Auftragsflut in Sicht
Nach monatelangen Verzögerungen durch politische Haushaltsstreitigkeiten in den USA öffnen sich nun die Schleusen für Rüstungsausgaben. Für den Drohnenhersteller AeroVironment markiert die jüngste Verabschiedung des US-Bundesbudgets einen entscheidenden Wendepunkt. Das Management rechnet in den kommenden Monaten mit einem massiven Anstieg der Bestellungen und bereitet sich bereits mit neuen Produktionskapazitäten auf den Ansturm vor.
Rüstungsgelder fließen wieder
Auf der heutigen J.P. Morgan Industrials Conference zeichnete CEO Wahid Nawabi ein optimistisches Bild der aktuellen Lage. Erste Gelder tröpfeln bereits in die Kassen, nachdem der US-Verteidigungshaushalt endgültig grünes Licht erhalten hat. In den nächsten drei bis sechs Monaten erwartet die Führungsebene eine deutliche Beschleunigung dieser Kapitalflüsse. Das Produktportfolio des Unternehmens, das stark auf sogenannte Kamikaze-Drohnen und kleine unbemannte Flugsysteme ausgerichtet ist, deckt sich exakt mit den aktuellen Prioritäten des US-Militärs.
Um die erwartete Nachfrage ohne Engpässe bedienen zu können, nimmt AeroVironment noch im laufenden Kalenderjahr eine neue Fabrik in Betrieb. Diese Anlage ist auf ein jährliches Produktionsvolumen von rund zwei Milliarden US-Dollar ausgelegt und soll die Massenfertigung der Switchblade-Serie sowie weiterer autonomer Plattformen sichern.
Strategiewechsel im Weltraum-Segment
Neben den positiven Aussichten im Kerngeschäft musste das Management auch auf einen Rückschlag reagieren. Die U.S. Space Force plant, den ursprünglichen Vertrag für das Satellitenkommunikationsprogramm SCAR aufzulösen. AeroVironment steuert hier jedoch um und entwickelt die Technologie nun auf eigene Kosten als kommerzielles Produkt weiter.
Obwohl das Programm im Vorjahr etwa fünf Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte, geht Finanzchef Kevin McDonnell für das kommende Jahr weiterhin von einem zweistelligen Wachstum für den Gesamtkonzern aus. Das Ziel der Eigeninvestition ist klar definiert: Bei einer künftigen Neuausschreibung der Regierung will das Unternehmen eine fertige, kommerzielle Lösung direkt aus dem Regal anbieten können.
Volle Auftragsbücher stützen den Kurs
Die fundamentale Basis für das anvisierte Wachstum ist bereits gelegt. Ende Januar belief sich der finanzierte Auftragsbestand auf 1,1 Milliarden US-Dollar, flankiert von langfristigen Rahmenverträgen im Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar im bisherigen Jahresverlauf. Diese prall gefüllte Pipeline soll helfen, die Enttäuschung über die schwachen Quartalszahlen vom 10. März zu überwinden, als der Umsatz mit 408 Millionen US-Dollar die Erwartungen verfehlte. Am Aktienmarkt spiegelt sich diese gemischte Historie der letzten Monate wider: Mit einem aktuellen Kurs von 187,15 Euro liegt das Papier seit Jahresbeginn rund 14 Prozent im Minus, kann auf Sicht von zwölf Monaten aber immer noch ein Plus von über 62 Prozent vorweisen.
Das Management richtet den Fokus nun vollständig auf das vierte Quartal, das interne Rekorde brechen soll. Die geplante Überführung von bisher regierungsfinanzierten Forschungsprojekten – wie etwa Laserkommunikationsterminals – in reguläre kommerzielle Produktlinien wird dabei eine zentrale Rolle spielen, um die Umsatzbasis des Unternehmens dauerhaft breiter aufzustellen.
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