Künstliche Intelligenz verändert gerade die Stimmung in der Softwarebranche – und reißt selbst etablierte Namen mit nach unten. Anleger fürchten, dass neue KI-Tools klassische Software-Funktionen schneller ersetzen könnten als gedacht. Bei Adobe prallen deshalb zwei Welten aufeinander: solide Geschäftszahlen – und ein Markt, der Software neu bewertet.

Software-Sektor im Abwärtsstrudel

Der Druck kommt nicht nur aus der eigenen Unternehmensmeldung, sondern aus dem gesamten Umfeld. Laut Reuters fiel der S&P-500-Index für Software und Services zuletzt sechs Sitzungen in Folge. Seit dem 28. Januar wurden demnach rund 830 Milliarden US-Dollar an Börsenwert ausgelöscht.

Ein konkreter Auslöser für die jüngste Verkaufswelle: Anthropic stellte neue Automatisierungswerkzeuge für sein Claude-Modell vor. Die Botschaft dahinter ist klar – KI soll nicht mehr nur Texte schreiben, sondern Aufgaben quer durch Rechtsabteilungen, Vertrieb, Marketing und Datenanalyse übernehmen. Genau das trifft den Nerv der aktuellen Debatte: Werden „klassische“ Softwarelösungen dadurch weniger wertvoll?

In diesem Klima notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief: Mit 280,49 USD liegt sie nur rund 1,7% darüber. Auf 30 Tage betrachtet steht ein Minus von 16,18% zu Buche.

Bewertung fällt – das ist der Kern

Der Markt bewertet Software gerade neu. Bei Adobe zeigt sich das laut den im Quelltext genannten Daten besonders deutlich über das Bewertungsniveau: Das Papier wird demnach nur noch mit etwa dem 16- bis 17-Fachen der vergangenen Gewinne (KGV) gehandelt – deutlich unter früheren Durchschnittswerten, die eher um 40 gelegen haben sollen.

Das ist mehr als eine normale Kursschwankung. Es spiegelt eine Verschiebung wider: Anleger zahlen weniger für Verlässlichkeit und wiederkehrende Umsätze, wenn sie gleichzeitig befürchten, dass KI neue Wettbewerber hervorbringt oder bestehende Produkte schneller austauschbar macht. Kann KI die traditionellen Burggräben der Software-Riesen wirklich so stark zuschütten? Genau an dieser Stelle scheiden sich die Geister.

Fundamentaldaten: Wachstum bleibt intakt

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Interessant ist: Die operativen Zahlen sprechen im Quelltext eine deutlich ruhigere Sprache als der Aktienkurs. In der Q4-Mitteilung für das Geschäftsjahr 2025 (veröffentlicht am 10. Dezember 2025) meldete Adobe unter anderem:

  • Q4 FY2025 Umsatz: 6,19 Mrd. USD (+10% zum Vorjahr)
  • FY2025 Gesamtumsatz: 23,77 Mrd. USD (+11%)
  • Adobe ARR zum Jahresende: 25,20 Mrd. USD (+11,5%)
  • Operativer Cashflow FY2025: über 10 Mrd. USD
  • Non-GAAP EPS: 5,50 USD (Q4) und 20,94 USD (Gesamtjahr)

Auch der Ausblick klingt im Quelltext nicht nach Stillstand: Für FY2026 stellte Adobe 25,90 bis 26,10 Mrd. USD Umsatz in Aussicht sowie zweistelliges ARR-Wachstum von 10,2%.

Stimmen zum Ausverkauf – von „unlogisch“ bis nachvollziehbar

Reuters zufolge halten einige Branchenbeobachter die Angst vor einem KI-bedingten Ersatz klassischer Software für überzogen. Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete entsprechende Befürchtungen demnach als „unlogisch“. Ähnlich argumentierte JPMorgans Software-Research-Leiter Mark Murphy: Es wirke wie ein „unlogischer Sprung“ anzunehmen, dass neue LLM-Plugins gleich „jede Schicht“ geschäftskritischer Unternehmenssoftware ersetzen.

Andere Marktteilnehmer sehen dagegen sehr wohl echten Konkurrenzdruck. James St. Aubin (Ocean Park Asset Management) sagte laut Reuters, dass die vermeintlich breiten Schutzgräben dieser Firmen heute deutlich schmaler wirkten, weil der Wettbewerb durch KI-erstellte Produkte intensiver werde.

Nächster Termin: Zahlen am 12. März

Der nächste konkrete Lackmustest kommt bald: Der nächste Ergebnisbericht ist laut Quelltext für den 12. März 2026 angesetzt. Für Q1 FY2026 erwartet Adobe 6,25 bis 6,30 Mrd. USD Umsatz und ein Non-GAAP EPS von 5,85 bis 5,90 USD. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen nicht nur Wachstum liefert, sondern auch überzeugend zeigt, wie es KI als Produkt- und Margentreiber einbettet – statt als Risiko im eigenen Kernmarkt wahrgenommen zu werden.

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