Adobe zieht einen Schlussstrich unter ein Software-Relikt aus den 1990er Jahren. Das Unternehmen stellt Adobe Animate ein – einst bekannt als Flash – und konzentriert seine Ressourcen vollständig auf KI-Technologien. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Aktie unter Druck steht und sich wichtigen Unterstützungsmarken nähert.

Ende einer Ära: Adobe Animate wird eingestellt

Ab dem 1. März 2026 stoppt Adobe den Verkauf von Adobe Animate. Die Software, deren Wurzeln bis ins Jahr 1996 zurückreichen, wird schrittweise vom Markt genommen. Privatkunden erhalten Support bis März 2027, Geschäftskunden bis 2029.

Das Management begründet den Schritt mit der strategischen Fokussierung auf "neue Plattformen" und KI-gestützte Werkzeuge wie Adobe Firefly. Einen direkten Ersatz für Animate gibt es nicht – Nutzer sollen auf Adobe After Effects oder Adobe Express ausweichen.

Die Maßnahme zeigt, wie konsequent Adobe seine Produktpalette an die KI-Ära anpasst und Altlasten abwirft.

Technisch angespannt: Nähe zum Jahrestief

Die strategische Bereinigung erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Aktie notierte am 2. Februar bei rund 293 Dollar – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 285 Dollar. Analysten beobachten die Marke um 275 Dollar, ein Niveau, das zuletzt im September 2022 unterschritten wurde. Seit dem Jahreshoch bei 466 Dollar hat der Titel etwa ein Drittel an Wert verloren.

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Die Stimmung unter Investoren wirkt gemischt. Während Convergence Investment Partners im dritten Quartal eine neue Position von rund 9.500 Aktien aufbaute, stufte Goldman Sachs die Aktie auf "Sell" herab – mit Kursziel 290 Dollar. Die Begründung: Adobes erwartetes Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent liegt unter dem Branchenschnitt von 11 Prozent.

Solide Zahlen, gedämpfte Erwartungen

Im vierten Quartal 2025 steigerte Adobe den Umsatz um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,50 Dollar. Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahrs 2026 peilt das Management einen Gewinn zwischen 5,85 und 5,90 Dollar je Aktie an. Die vollständigen Q1-Zahlen werden im März erwartet.

CFO Daniel Durn verkaufte Ende Januar 1.646 Aktien zu durchschnittlich 295 Dollar – eine Transaktion, die bei Anlegern registriert wurde, aber ohne ungewöhnliches Volumen blieb.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die Produktbereinigung und die KI-Offensive ausreichen, um das Bewertungsgefälle zur Konkurrenz zu schließen. Zunächst bleibt die technische Unterstützung um 275 Dollar der entscheidende Referenzpunkt.

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