Gerresheimer steht vor einer echten Bewährungsprobe. Nach einem turbulenten Jahr mit Prognosekürzungen und einem umfassenden Führungswechsel richten sich alle Blicke auf den 26. Februar. Doch beim anstehenden Geschäftsbericht geht es nicht nur um nackte Umsatzzahlen – im Hintergrund schwelt eine Unsicherheit bezüglich der Bilanzierung, die Anleger nervös macht.

Altlasten und BaFin-Prüfung

Der wohl kritischste Faktor für die kurzfristige Kursentwicklung ist die laufende Untersuchung der BaFin. Die Aufsichtsbehörde prüft seit September 2025 die Konzernbilanz, wobei im Oktober durch externe Gutachter Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten bei sogenannten „Bill-and-Hold“-Vereinbarungen thematisiert wurden.

Marktteilnehmer erwarten vom Jahresabschluss absolute Klarheit über den Ausgang dieser Prüfung. Ein Abschluss ohne wesentliche Beanstandungen wäre ein wichtiges Signal, um das beschädigte Vertrauen am Kapitalmarkt wiederherzustellen.

Strategischer Umbau im Fokus

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?

Neben den buchhalterischen Fragen steht die operative Neuausrichtung auf dem Prüfstand. Das Unternehmen will sich von seinem Moulded-Glass-Geschäft trennen, um Ressourcen auf wachstumsstärkere Bereiche zu konzentrieren. Dazu zählen:

  • Biotech-Verpackungen: Steigende Nachfrage durch neue Medikamente.
  • Drug-Delivery-Systeme: Speziallösungen für injizierbare Arzneien.

Investoren warten hier auf konkrete Updates zum Verkaufsprozess der Glassparte. Gelingt der Exit, könnte dies Ressourcen für das Kerngeschäft freisetzen und die Marge perspektivisch stärken.

Neuer Vorstand muss liefern

Der Berichtstermin am 26. Februar markiert den ersten vollständigen Jahresabschluss unter der seit November 2025 neu formierten Führungsmannschaft. Nach den operativen Enttäuschungen des Vorjahres liegt die Messlatte hoch: Das Management muss beweisen, dass die eingeleitete Transformation greift und die operativen Risiken im Griff sind. Erst wenn die Unsicherheiten bezüglich der BaFin-Prüfung und des Spartenverkaufs beseitigt sind, dürfte der Weg für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie frei sein.

Anzeige

Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...