Adobe Aktie: Angespanntes Umfeld?
Bei Adobe verdichten sich gerade mehrere Themen zu einem ungemütlichen Mix: Zweifel an der Bewertung großer Software-Häuser, neue Konkurrenz im KI-Rennen – und parallel ein wichtiger Schritt bei einer Übernahme. Für Anleger ist das spannend, weil es weniger um ein einzelnes Produkt geht, sondern um die Frage, wie belastbar die Position etablierter Anbieter in einer zunehmend KI-getriebenen Softwarewelt bleibt.
Analysten werden vorsichtiger
Ein klarer Stimmungstreiber kam von Piper Sandler. Die Bank stufte Adobe von „Overweight“ auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel deutlich von 470 auf 330 US-Dollar. Die Botschaft dahinter: Bei reifen Software-Konzernen wird die Bewertung kritischer gesehen – und genau das trifft den Sektor derzeit empfindlich.
Die Aktie hat in den letzten Wochen entsprechend an Momentum verloren. Seit 30 Tagen steht ein Minus von 15,15% zu Buche.
KI-Konkurrenz rüttelt am Geschäftsmodell
Druck kommt auch von der Wettbewerbsseite. Auslöser der jüngsten Schwäche im Software-Sektor ist laut Marktbeobachtung die zunehmende Konkurrenz im KI-Bereich. Neue Tools von Anthropic, darunter „Claude Cowork Plug-ins“, schüren Sorgen, dass klassische Vorteile etablierter Anbieter wie Adobe oder Salesforce erodieren könnten.
Was steckt hinter dieser Nervosität? Der Markt preist das Risiko ein, dass neue KI-Funktionen traditionelle Enterprise-Software-Modelle stärker verändern könnten als bislang angenommen – etwa durch neue, KI-zentrierte Workflows und alternative Anbieter, die schneller Innovationen liefern.
Semrush-Deal und Produktkurs: Zwei Signale
Trotz des Gegenwinds gab es operativ eine wichtige Meldung: Am 3. Februar haben die Aktionäre von Semrush (SEMR) der Fusionsvereinbarung zugestimmt. Rund 89,5% der Stimmrechte unterstützten die Transaktion, die ursprünglich am 18. November 2025 vereinbart wurde. Damit ist ein zentraler Schritt getan, damit Semrush eine hundertprozentige Tochter wird.
Parallel schärft Adobe seine Strategie:
- Ausbau der Partnerschaft mit Cognizant: Ziel ist es, das generative KI-Modell Firefly tiefer in globale Unternehmensabläufe zu integrieren – als Beleg, dass sich Adobes eigene KI-Lösungen im großen Maßstab einsetzen lassen.
- Adobe Animate wird nicht „abgeschaltet“, aber eingefroren: Nach Kritik aus der Community stellte Adobe klar, dass ab 1. März keine neuen Features mehr kommen („maintenance mode“), die Software aber verfügbar bleibt – inklusive Sicherheitsupdates und Bugfixes.
Unterm Strich zeigt sich: Während der Markt wegen KI-Konkurrenz und Bewertung nervöser wird, arbeitet Adobe gleichzeitig an Integration, Partnerschaften und Portfolio-Fokus – und bringt den Semrush-Deal einen Schritt näher an die Ziellinie.
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