Adobe Aktie: Neu sortiert
Adobe muss gerade an zwei Fronten überzeugen: An der Börse kippt die Stimmung nach Analysten-Korrekturen, gleichzeitig räumt das Unternehmen sein Kreativ-Portfolio auf. Besonders die Entscheidung, Adobe Animate aus dem Verkauf zu nehmen, zeigt, wie stark der Fokus Richtung KI rückt. Doch wie passt das alles zu den zuletzt eigentlich soliden Quartalszahlen?
Analysten werden vorsichtiger
Am Dienstag hat Piper Sandler die Einstufung von „Overweight“ auf „Neutral“ gesenkt und ein Kursziel von 330 US-Dollar genannt. Bereits gestern hatte Wolfe Research sein Kursziel deutlich von 440 auf 375 US-Dollar reduziert, das „Outperform“-Votum aber beibehalten.
Der gemeinsame Nenner: Die Erwartungen werden neu kalibriert. Nach dem schwachen Kursbild der vergangenen Monate reagieren Analysten damit auf ein Umfeld, in dem Wachstum allein offenbar nicht mehr reicht – entscheidend ist, ob Adobe seine Position im KI-Wettbewerb überzeugend verteidigen kann.
Wichtige Eckpunkte aus den Analysten-Updates:
- Piper Sandler: Downgrade auf „Neutral“, Kursziel 330 USD (heute)
- Wolfe Research: Kursziel runter auf 375 USD (gestern), Rating bleibt „Outperform“
Produktwechsel: Adobe Animate endet – KI rückt in den Mittelpunkt
Parallel zu den Analystenstimmen setzt Adobe einen klaren Schnitt im Produktangebot: Das Unternehmen hat bestätigt, dass Adobe Animate ab dem 1. März 2026 nicht mehr verkauft wird. Für viele Kreative ist das das Ende eines langjährigen Tools für 2D-Animation.
Adobe begründet den Schritt mit dem strategischen Fokus auf KI-Anwendungen, insbesondere das Firefly-Ökosystem. Bestehende Unternehmenskunden sollen bis März 2029 Support erhalten, einzelne Nutzer bis März 2027. Als Alternativen nennt Adobe unter anderem After Effects und Adobe Express.
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Insider-Transaktion und institutionelle Umschichtungen
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam die Aktie durch eine Insider-Transaktion: CFO Daniel Durn verkaufte am 27. Januar 1.646 Aktien zu durchschnittlich 294,85 US-Dollar (rund 485.323 US-Dollar Gesamtvolumen).
Bei institutionellen Investoren zeigt sich dagegen ein gemischtes Bild. Einige haben ihre Positionen im dritten Quartal deutlich ausgebaut, andere reduzierten. So erhöhte Jones Financial Companies LLLP den Bestand um 43,8% auf 106.598 Aktien. Strengthening Families & Communities LLC legte um über 320% zu. Principal Financial Group senkte die Beteiligung hingegen um 8,6%.
Zahlen schlagen Erwartungen – aber 2026 muss liefern
Fundamental kommt Adobe nicht aus einer Schwächephase der Ergebnisse: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 meldete das Unternehmen 6,19 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 10,5% gegenüber Vorjahr) und lag damit über der Analystenschätzung von 6,11 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 5,50 US-Dollar.
Der Markt blickt nun nach vorn auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2026: Adobe stellt ein EPS von 23,30 bis 23,50 US-Dollar in Aussicht. Genau daran dürfte sich die Stimmung in den kommenden Wochen messen – ob der schnellere KI-Schwenk die Wettbewerbsbelastungen spürbar abfedern kann.
Beim Kurs zeigt sich der Druck der letzten Monate weiterhin: Mit 291,50 US-Dollar liegt die Aktie im 30-Tage-Vergleich rund 12% im Minus.
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