Adobe Aktie: Zwischen KI-Angst und Expansion
Adobe steht derzeit im Auge des Sturms an der Wall Street. Einerseits belasten Sorgen, dass Künstliche Intelligenz das klassische Software-Geschäft kannibalisieren könnte, den Kurs massiv – die Aktie verlor auf 12-Monats-Sicht über 30 Prozent an Wert. Andererseits treibt der Konzern seine eigene KI-Strategie mit Hochdruck voran. Während Investoren nervös auf die jüngsten Tiefststände blicken, stehen in dieser Woche entscheidende Ereignisse für die Zukunft des Kreativ-Riesen an.
Sektor-Schwäche drückt auf die Stimmung
Der jüngste Kursrutsch – die Aktie notiert aktuell bei rund 293,72 US-Dollar – ist nicht isoliert zu betrachten. Auslöser war ein breiter Abverkauf im Software-Sektor Ende Januar. Enttäuschende Cloud-Ausblicke von Branchengrößen wie SAP und ServiceNow schürten die Angst, dass generative KI traditionelle Abo-Modelle schneller als erwartet untergraben könnte.
Marktbeobachter sehen hier eine fundamentale Unsicherheit: Können Software-Konzerne ihre Preismacht halten, wenn KI-Tools Code und Inhalte günstiger generieren? In diesem nervösen Umfeld fiel Adobe zeitweise auf ein neues 52-Wochen-Tief von 271,00 US-Dollar, bevor eine leichte Erholung einsetzte.
Übernahme von Semrush auf der Zielgeraden
Trotz der Marktunruhe treibt das Management die strategische Expansion voran. Die geplante Übernahme der Marketing-Plattform Semrush für rund 1,9 Milliarden US-Dollar steht kurz vor einem wichtigen Meilenstein: Am morgigen Dienstag, den 3. Februar, stimmen die Semrush-Aktionäre über den Deal ab.
Adobe zielt mit diesem Zukauf darauf ab, seine Position im Bereich der generativen Suchmaschinenoptimierung (GEO) zu festigen. Zwar gab es im Januar vereinzelte Klagen von Semrush-Aktionären, die Unzulänglichkeiten im Prospekt bemängelten, das Unternehmen wies diese jedoch als unbegründet zurück und hält am Zeitplan für einen Abschluss im ersten Halbjahr 2026 fest.
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Offensive in Hollywood
Um den Ängsten vor einer Verdrängung durch KI entgegenzuwirken, setzt Adobe auf Kooperation statt Konfrontation. Mit "Firefly Foundry" wurde eine neue KI-Lösung speziell für die Medienbranche vorgestellt. Namhafte Partner wie die Talentagenturen CAA und UTA sowie Regisseure sind bereits an Bord.
Der strategische Schachzug ist klar: Adobe will sich als der Anbieter etablieren, der ein "verantwortungsvolles KI-Ökosystem" bietet und Urheberrechte schützt – ein zentrales Anliegen in der Unterhaltungsindustrie.
Ausblick und nächste Termine
Adobe peilt für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden US-Dollar an, was einem Wachstum von etwa 9 Prozent entsprechen würde. Ob diese Strategie aufgeht und die KI-Skeptiker beruhigen kann, wird sich spätestens am 11. März 2026 zeigen. Dann veröffentlicht der Konzern seine nächsten Quartalszahlen und dürfte weitere konkrete Einblicke in die Integration von Semrush sowie die Monetarisierung der neuen KI-Tools geben.
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