Vulcan Energy Resources verkündet den Startschuss für sein Großprojekt in Deutschland und sichert eine Milliardenfinanzierung. Dennoch reagiert die Aktie mit Abgaben auf das jüngste Quartalsupdate. Die Diskrepanz zwischen operativen Fortschritten und der Marktreaktion wirft Fragen auf: Warum ziehen sich Investoren gerade jetzt zurück?

Finanzierung steht, Bohrer liefern

Das Unternehmen bezeichnete das abgelaufene Quartal als eine der wichtigsten Perioden seiner Geschichte. Mit der Sicherung eines Finanzierungspakets über 2,2 Milliarden Euro und der im Dezember 2025 getroffenen finalen Investitionsentscheidung (FID) wechselt das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben von der Planung in die Bauphase.

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Auch operativ liegen die Ergebnisse über den Erwartungen. Die Flussratentests der Bohrung LSC-1b am Standort Schleidberg ergaben eine Förderrate von 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Damit wurden die im Entwicklungsplan veranschlagten 84 bis 94 Liter deutlich übertroffen. Wichtige Parameter wie Lithiumkonzentration und Gesteinsqualität bestätigten die Prognosen. Parallel dazu startete der Bau der integrierten Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage in Landau sowie der zentralen Aufbereitungsanlage in Frankfurt-Höchst.

Solide Kasse, aber Risiken bleiben

Zum Ende des Dezemberquartals wies Vulcan Barmittel in Höhe von 523 Millionen Euro aus, gestützt durch Nettozuflüsse von über 508 Millionen Euro aus Eigenkapitalmaßnahmen. Zudem konnte ein Abnahmevertrag mit dem Rohstoffriesen Glencore über bis zu 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid über acht Jahre unterzeichnet werden.

Trotz dieser fundamentalen Fortschritte geriet der Aktienkurs unter Druck. Marktbeobachter führen dies auf einen Fokuswechsel der Anleger zurück: Die Euphorie über die Finanzierung weicht der nüchternen Bewertung der Umsetzungsrisiken. Mit dem Baubeginn rücken Kostenkontrolle und Zeitpläne in den Mittelpunkt. Zudem signalisierte das Unternehmen, dass für die volle Produktionskapazität weiteres Kapital nötig sein wird, was Szenarien wie eine Verwässerung der Altaktionäre oder Teilverkäufe von Assets ins Spiel bringt.

Das Ziel bleibt die kommerzielle Produktion ab 2028 mit jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid. Anleger blicken nun auf den nächsten Quartalsbericht am 29. April 2026 sowie die Jahreshauptversammlung am 28. Mai 2026, um weitere Einblicke in den Baufortschritt zu erhalten.

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