Ethereum: Buterin fordert Umdenken
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin stellt die bisherige Skalierungsstrategie grundlegend in Frage. In einer bemerkenswerten Stellungnahme forderte er eine Neubewertung der "Rollup-zentrierten" Roadmap, da die Dezentralisierung der Layer-2-Netzwerke langsamer voranschreitet als erhofft. Dieser strategische Kurswechsel kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem das Netzwerk technische Fortschritte mit den Anforderungen des Marktes in Einklang bringen muss.
Abkehr von der reinen Layer-2-Doktrin
Lange Zeit galt die Auslagerung von Transaktionen auf sogenannte Layer-2-Netzwerke (Rollups) als der Königsweg für Ethereum. Doch am gestrigen Dienstag erklärte Buterin, dass diese Vision korrigiert werden müsse. Sein Hauptargument: Während auf der Basisschicht (Layer 1) signifikante Fortschritte bei der Skalierung erzielt wurden, hinken die Layer-2-Lösungen bei der Dezentralisierung hinterher. Viele dieser Netzwerke behalten aus technischen oder regulatorischen Gründen weiterhin zentrale Kontrollelemente bei.
Anstatt Layer-2-Projekte lediglich als Erweiterungen oder "markengebundene Splitter" (Branded Shards) von Ethereum zu betrachten, schlägt Buterin eine neue Perspektive vor. Das Ökosystem solle diese Netzwerke als ein vielfältiges Spektrum von Blockchains verstehen, die unterschiedlich stark mit dem Mainnet verbunden sind.
Konkrete Upgrades in der Pipeline
Ungeachtet der strategischen Debatte stehen für das Jahr 2026 wichtige technische Neuerungen an. Das für die erste Jahreshälfte geplante Upgrade "Glamsterdam" zielt darauf ab, die Transaktionsverarbeitung zu optimieren, um das Netzwerk schneller und kosteneffizienter zu machen. Im weiteren Jahresverlauf soll das Update "Hegota" folgen, welches den Fokus auf verbessertes Datenmanagement, Privatsphäre und Zensurresistenz legt. Diese Schritte bauen auf den Fundamenten der "Dencun"- und "Pectra"-Upgrades der Vorjahre auf, die bereits die Gebührenstruktur für Layer-2-Lösungen verbessert hatten.
Marktumfeld unter Druck
Die Diskussionen um die zukünftige Ausrichtung treffen auf ein angespanntes Marktumfeld. Der Ethereum-Kurs steht massiv unter Druck und notiert aktuell bei rund 2.270 US-Dollar, was einem Verlust von fast 25 Prozent in den letzten sieben Tagen entspricht. Damit bewegt sich der Preis in unmittelbarer Nähe des 52-Wochen-Tiefs.
Während institutionelle Anleger seit der Einführung der Spot-ETFs im Jahr 2024 selektiv investieren, zeigt sich bei den Layer-2-Netzwerken eine Divergenz: Die Transaktionsaktivität ist zwar hoch, doch der gesicherte Gesamtwert (Total Value Locked) ist im Vergleich zu den Höchstständen Mitte 2025 rückläufig. Mit den angekündigten Upgrades "Glamsterdam" und "Hegota" muss Ethereum nun beweisen, dass die technische Weiterentwicklung auch unter veränderten strategischen Vorzeichen gelingt.
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