Adobe Aktie: Wall Street warnt
Adobe galt lange als unangefochtener Platzhirsch für kreative Software, doch die Stimmung an der Wall Street kippt zunehmend. Mehrere Investmentbanken haben ihre Einschätzungen im Januar drastisch gesenkt und warnen vor wachsender Konkurrenz durch KI-Tools. Die zentrale Sorge der Experten: Verliert der Software-Gigant seine Preismacht im wichtigen Massenmarkt an günstigere Alternativen?
Analysten sehen Risiken
Im Januar 2026 geriet die Aktie durch eine Serie von Herabstufungen unter Druck. Besonders deutlich positionierte sich Goldman Sachs am 12. Januar mit einer Abstufung von "Buy" auf "Sell" und einem Kursziel von 290 US-Dollar. Analystin Gabriela Borges begründete diesen Schritt mit einem erwarteten Umsatzwachstum von lediglich 10 Prozent – ein Wert, der hinter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe zurückbleibt. Auch das Gewinnwachstum hinkt laut der Analyse hinterher.
Zuvor hatten bereits Jefferies und BMO Capital ihre Kaufempfehlungen gestrichen. Der Tenor ist bei beiden Häusern ähnlich: Im Einsteiger-Segment wildern zunehmend KI-gestützte Anwendungen, die für Gelegenheitsnutzer oft einfacher und günstiger sind als die Profi-Tools von Adobe.
Strategische Erweiterung durch Semrush
Um seine Position im digitalen Marketing zu festigen und technologisch nachzurüsten, kündigte das Unternehmen bereits im November 2025 die Übernahme von Semrush Holdings an. Der Deal im Wert von rund 1,9 Milliarden US-Dollar soll die KI-Fähigkeiten in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und generativer Optimierung stärken. Die Integration dieser Tools in die "Digital Experience"-Sparte zielt darauf ab, Marketing-Profis umfassendere Lösungen zu bieten. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.
Solide Zahlen treffen auf schwachen Kurs
Trotz der aktuellen Skepsis über die künftige Wettbewerbsfähigkeit liefen die Geschäfte in der jüngeren Vergangenheit stabil. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 übertraf der Konzern mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen leicht.
Der Aktienkurs spiegelt jedoch primär die Zukunftssorgen wider: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 30 Prozent zu Buche. Aktuell notiert das Papier bei 296,85 US-Dollar und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 445,25 US-Dollar.
Ob sich die pessimistischen Szenarien der Analysten bewahrheiten, wird sich am 12. März 2026 zeigen. Dann veröffentlicht Adobe die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Management stellt für diesen Zeitraum einen Gewinn je Aktie zwischen 5,85 und 5,90 US-Dollar sowie einen Umsatz von rund 26 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr in Aussicht.
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