Adidas Aktie: Ziele weit entfernt
Rekorderlöse, ein Gewinnsprung von 54 Prozent, eine kräftig erhöhte Dividende — und trotzdem befindet sich die Adidas-Aktie seit über einem Jahr im Abwärtstrend. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern im Ausblick.
Anfang März präsentierte das Unternehmen für 2025 einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro. Die Märkte quittierten das mit Verkäufen. Was zählte, war die Prognose für 2026: einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro — rund 400 Millionen Euro unter den Analystenerwartungen. Verantwortlich dafür sind kombinierte Belastungen aus US-Zöllen und Währungseffekten in gleicher Höhe.
RBC bleibt vorsichtig — und sieht neue Belastungen
Die kanadische Bank RBC bestätigte am Montag ihre Einstufung „Sector Perform" mit einem Kursziel von 160 Euro. Analyst Piral Dadhania verwies dabei auf ein weiteres Risiko: Europäische Sportaktien wie Adidas und Nike seien zusätzlich durch die anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges belastet — ein Faktor, der Nachfrage und Gewinne im zweiten und dritten Quartal weiter belasten dürfte.
Mit 160 Euro liegt RBC noch unter Berenberg, das zuletzt auf „Hold" mit einem Kursziel von 190 Euro blieb. Der Konsens der Analysten sieht das durchschnittliche Kursziel bei 207,70 Euro — gemessen am aktuellen Kurs von 134,55 Euro eine erhebliche Lücke, die das Misstrauen des Markts gegenüber der eigenen Guidance widerspiegelt.
Margenspanne als Knackpunkt
RBC rechnet vor, dass die Unternehmensprognose für 2026 lediglich eine operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent impliziert. Adidas selbst peilt mittelfristig zehn Prozent an. Ob dieser Abstand als eingebauter Puffer oder als nüchterne Einschätzung struktureller Belastungen zu werten ist, werden die Q1-Zahlen am 29. April 2026 erstmals konkret beantworten. Dann zeigt sich, wie stark Zölle und Währungseffekte im laufenden Betrieb tatsächlich durchschlagen.
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