Adidas Aktie: Großaktionär übernimmt Kontrolle
Der Sportartikelhersteller ordnet seine Führungsspitze grundlegend neu. Während der Vertrag von CEO Bjørn Gulden vorzeitig bis 2030 verlängert wurde, übernimmt mit dem Milliardär Nassef Sawiris bald ein einflussreicher Investor die Leitung des Aufsichtsrats. Diese strategische Weichenstellung fällt in eine anspruchsvolle Phase, denn an der Börse überwiegt nach einer vorsichtigen Gewinnprognose aktuell die Skepsis.
Ein Investor an der Spitze
Auf der Hauptversammlung am 7. Mai in Fürth soll Sawiris den bisherigen Chefkontrolleur Thomas Rabe ablösen. Rabe stand bei Investoren zuletzt in der Kritik. Im vergangenen Jahr verweigerten ihm rund 36 Prozent der Anteilseigner die Gefolgschaft, da sie eine mangelnde Fokussierung aufgrund seiner weiteren Mandate bemängelten. Mit Sawiris rückt nun ein Akteur an die Spitze, dessen Investmentvehikel NNS Group rund sechs Prozent der Anteile hält. Marktbeobachter werten diese Personalie als klares Signal für eine engere Ausrichtung an den Aktionärsinteressen.
Prognose drückt auf die Stimmung
Trotz der personellen Klarheit und einer starken Bilanz für 2025 – der Umsatz stieg um 13 Prozent auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro – geben die Papiere deutlich nach. Am Freitag schloss der Titel bei 132,30 Euro und markierte damit exakt das neue 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust bereits auf über 21 Prozent.
Verantwortlich für diese schwache Kursentwicklung ist der Ausblick auf das laufende Jahr. Das Management stellt für 2026 ein operatives Ergebnis von lediglich 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 2,72 Milliarden Euro gerechnet. Vor allem Währungseffekte und Zölle belasten die interne Kalkulation mit etwa 400 Millionen Euro.
Blick auf die kommenden Monate
Um den Gegenwind abzufedern und die Attraktivität für Anleger hoch zu halten, setzt das Unternehmen auf Kapitalmaßnahmen. Neben einer um 40 Prozent erhöhten Dividende von 2,80 Euro je Anteilsschein läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro. Gleichzeitig hoffen Analysten auf mögliche Rückerstattungen von US-Zöllen, auch wenn die US-Regierung hier noch juristischen Widerstand leistet. Die nächsten konkreten Anhaltspunkte zur operativen Entwicklung liefert der 29. April. An diesem Tag präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal, welche das tatsächliche Ausmaß der Währungs- und Zollbelastungen im Tagesgeschäft offenlegen werden.
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