Adidas Aktie: Geopolitik als neues Risiko
Rekorderlöse 2025, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm — und trotzdem kämpft die Adidas-Aktie mit ihrem tiefsten Stand seit drei Jahren. Nun kommt ein weiterer Belastungsfaktor hinzu, den Anleger bislang kaum auf dem Schirm hatten.
RBC Capital Markets bestätigt zwar das Rating „Sector Perform" mit einem Kursziel von 160 Euro, Analyst Piral Dadhania erweitert seine Risikoanalyse jedoch um einen neuen Faktor: Der Iran-Konflikt könnte die Nachfrage im zweiten und dritten Quartal zusätzlich belasten. Diese Einschätzung gilt explizit auch für Adidas und Nike, nicht nur für die klassischen Luxusgüterwerte.
Prognose-Lücke treibt die Talfahrt
Der eigentliche Auslöser der jüngsten Kursschwäche liegt einige Wochen zurück. Adidas prognostizierte für 2026 einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro — Analysten hatten im Schnitt 2,72 Milliarden Euro erwartet. Die Differenz erklärt sich vor allem aus 400 Millionen Euro kombinierten Belastungen durch US-Zölle und Währungseffekte. Seither verlor die Aktie seit Jahresbeginn rund 20 Prozent und markierte am 20. März ein neues Mehrjahrestief bei 132,30 Euro.
Dabei lieferte das Unternehmen für 2025 durchaus beeindruckende Zahlen: Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro, ein operativer Gewinnanstieg um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro und eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie. Die Märkte blickten jedoch über diese Zahlen hinaus — direkt auf den enttäuschenden Ausblick.
Analysten-Konsens weit über dem aktuellen Kurs
Das Bild unter den Analysten bleibt gespalten. Berenberg hält an „Hold" fest, senkte das Kursziel aber zuletzt auf 190 Euro. RBC sieht mit 160 Euro noch weniger Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt laut Marktdaten bei 207,70 Euro — und damit weit über dem gestrigen Schlusskurs von 134,75 Euro.
Adidas selbst peilt mittelfristig eine operative Marge von zehn Prozent an. Die eigene Jahresprognose für 2026 impliziert laut RBC jedoch nur 8,5 bis 8,8 Prozent. Ob die vorsichtige Guidance tatsächlich Puffer nach oben enthält oder die Belastungen eher unterschätzt wurden, zeigen die Q1-Zahlen am 29. April 2026 — dann wird erstmals messbar, wie stark Zölle und Währungseffekte im laufenden Betrieb durchschlagen.
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