Das Trefoil-Logo kehrt auf die WM-Trikots zurück — ein Marketingsignal mit Symbolkraft. Gleichzeitig notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate. Zwischen Markenpflege und Börsenrealität klafft derzeit eine deutliche Lücke.

WM-Trikots als strategisches Instrument

Am 20. März präsentierte Adidas die Auswärtstrikots für 25 Partnerverbände zur Fußball-WM 2026 — darunter Argentinien, Spanien, Italien und Deutschland. Das DFB-Trikot in tiefem Marineblau mit Zickzack-Muster trägt erstmals wieder das klassische Trefoil-Logo, das Adidas bewusst aus dem Archiv holt. Für die Marke ist das mehr als Nostalgie: Das Heritage-Design soll das Lifestyle-Segment beleben und die kulturelle Strahlkraft des Labels stärken.

Für den deutschen Markt hat die Kollektion zudem einen besonderen Beigeschmack. Es sind die letzten DFB-Entwürfe unter dem laufenden Ausrüstervertrag, der 2027 ausläuft.

Solide Zahlen, aber gedämpfte Erwartungen

Das operative Fundament ist nicht schwach. Für 2025 wies Adidas einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 13 Prozent auf rund 24,8 Milliarden Euro aus, das operative Ergebnis kletterte auf 2,06 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro an — bei einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich.

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Eingebaut in diese Prognose sind bereits rund 400 Millionen Euro an potenziellen Belastungen durch Währungseffekte und handelspolitische Risiken. Kein kleiner Puffer, aber auch kein Sicherheitsnetz.

Als Zeichen des Vertrauens in die eigene Entwicklung kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro an. Für das Geschäftsjahr 2025 soll die Hauptversammlung am 7. Mai einer Dividende von 2,80 Euro je Aktie zustimmen — ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Berenberg senkt Kursziel, Börse bleibt skeptisch

Berenberg passte das Kursziel zuletzt von 220 auf 190 Euro an und behielt die Einstufung „Hold" bei. Die Aktie notiert aktuell bei 132,30 Euro — damit rund 41 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 224,60 Euro und exakt auf dem Jahrestief. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt knapp 22 Prozent.

Ob die ambitionierten Margenziele bis 2028 — eine operative Marge von über zehn Prozent — erreichbar sind, dürfte sich bereits am 29. April zeigen, wenn Adidas die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Das Management ist derzeit auf Roadshow in London und Frankfurt, um institutionellen Investoren die Wachstumsstory zu erläutern. Die Zahlen Ende April werden zeigen, ob die Überzeugungsarbeit verfängt.

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