Rekordergebnisse auf der einen Seite, ein enttäuschender Gewinnausblick auf der anderen — Adidas lieferte zum Jahresabschluss 2025 ein zwiespältiges Bild. Der Markt quittierte das mit einem deutlichen Kursrückgang, der die Aktie inzwischen auf ein neues 52-Wochen-Tief gedrückt hat.

Starke Zahlen, schwache Prognose

Das Geschäftsjahr 2025 war für Adidas tatsächlich außergewöhnlich: Der Umsatz kletterte auf 24,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn stieg um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro und übertraf damit die eigene Guidance deutlich. Der Nettogewinn legte um 75 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro zu. Zweistelliges Wachstum in allen Märkten und Vertriebskanälen — stärker als von den meisten Analysten erwartet.

Das Problem liegt im Ausblick. Für 2026 erwartet Adidas einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro — das klingt nach Wachstum, liegt aber rund 15 Prozent unter dem Analystenkonsens. Hauptgrund: ein negativer Effekt von 400 Millionen Euro durch US-Zölle und Währungsgegenwind. Da Adidas einen Großteil seiner Produkte in Asien fertigt und in westliche Märkte importiert, treffen die Zölle das Unternehmen strukturell. Die implizierte operative Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent bleibt zudem unter dem selbst gesetzten Ziel von 10 Prozent.

Anfang März brach die Aktie nach Veröffentlichung des Ausblicks um bis zu 8 Prozent ein. Seither hat sich der Kurs nicht erholt — mit 138,30 Euro notiert das Papier inzwischen knapp 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 226,70 Euro.

Management setzt auf Kontinuität und Kapitalrückführung

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Das Management reagierte auf den Vertrauensverlust mit einer Investoren-Roadshow und präsentierte dabei einen optimistischeren mittelfristigen Ausblick: Für den Zeitraum 2026 bis 2028 peilt Adidas ein jährliches Wachstum des operativen Gewinns im mittleren Zehnprozentbereich an, getragen vor allem von Nordamerika und Greater China. CEO Bjørn Gulden verlängerte seinen Vertrag bis Ende 2030 — ein Signal für strategische Kontinuität.

Gleichzeitig erhöht Adidas die Dividende um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie und hat bereits ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro aufgelegt. Beides unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Cash-Generierung — auch wenn der Markt das bislang anders bewertet.

Q1-Zahlen als nächster Gradmesser

Am 29. April legt Adidas die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob die Zollbelastungen und der Währungsgegenwind tatsächlich in der prognostizierten Größenordnung durchschlagen — oder ob das Management die Lage zu vorsichtig eingeschätzt hat. Besonders im Fokus stehen die Bruttomarge und das China-Geschäft, wo Überkapazitäten und veränderte Konsumentenpräferenzen die gesamte Branche belasten.

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