Adidas Aktie: Bittere Zeiten?
Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller hat im vergangenen Jahr glänzende Geschäfte gemacht und Rekordumsätze eingefahren. Doch an der Börse herrscht Katerstimmung, denn der Blick in die Zukunft fällt deutlich trüber aus als erhofft. US-Zölle und Währungseffekte bremsen die Gewinnentwicklung, was Investoren prompt den Rückzug antreten lässt.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 präsentierte das Management um CEO Bjørn Gulden beeindruckende Zahlen. Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, während sich der operative Gewinn um über 50 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro verbesserte. Besonders das Direktgeschäft über eigene Läden und den Online-Handel florierte. Dennoch rutschte das Papier heute exakt auf sein neues 52-Wochen-Tief bei 140,45 Euro ab. Verantwortlich dafür ist die enttäuschende Prognose für das laufende Jahr.
Zölle und Währungseffekte fressen Gewinne
Für 2026 stellt Adidas einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Das liegt rund 15 Prozent unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 2,72 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Grund für die Zurückhaltung liegt vor allem im US-Geschäft: Höhere Importzölle und ein schwacher US-Dollar dürften das diesjährige Ergebnis laut Unternehmensangaben um satte 400 Millionen Euro belasten.
Zwar rechnet der Konzern währungsbereinigt weiterhin mit einem soliden Umsatzwachstum von rund zwei Milliarden Euro. Die operative Marge wird mit voraussichtlich 8,5 bis 8,8 Prozent jedoch hinter den Markterwartungen zurückbleiben. Das weckt bei Anlegern Sorgen hinsichtlich der operativen Effizienz, da das Umsatzwachstum nicht im gleichen Maße in Gewinne umgemünzt werden kann.
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Um die Wogen zu glätten, sendet die Führungsetage deutliche Signale an die Anteilseigner. Die Dividende für 2025 soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie steigen. Flankiert wird dies von einem bereits laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Zudem wurde der Vertrag von CEO Gulden vorzeitig bis 2030 verlängert, was Marktbeobachter als Zeichen der Kontinuität in der laufenden Umstrukturierung werten.
Taktische Untertreibung oder echtes Problem?
Ist die schwache Prognose also nur konservativ tiefgestapelt? Ein Blick in die jüngste Vergangenheit stützt diese These: Auch für 2025 hatte Adidas anfangs lediglich 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro operativem Gewinn in Aussicht gestellt – und am Ende deutlich mehr geliefert. Dennoch bleibt das Marktumfeld mit einem durch geopolitische Spannungen geprägten China-Geschäft und harten Konkurrenzkämpfen anspruchsvoll. Die Aktie, die seit Jahresbeginn bereits über 16 Prozent an Wert verloren hat, spiegelt diese anhaltende Skepsis wider.
Ob das Management die externen Belastungen durch kluges Kostenmanagement und Preisanpassungen abfedern kann, wird sich zeitnah zeigen. Die nächste konkrete Standortbestimmung liefert Adidas am 29. April mit den Zahlen zum ersten Quartal. Spätestens dann wird ersichtlich, wie stark die US-Zölle und Währungseffekte tatsächlich ins Kontor schlagen und ob die Wachstumsstrategie intakt bleibt.
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