Der Sportartikelhersteller hat 2025 operativ glänzend abgeschnitten und neue Bestmarken beim Umsatz erzielt. Dennoch befindet sich das Management aktuell auf einer intensiven Überzeugungsmission bei US-Investoren. Ein getrübter Ausblick auf das laufende Jahr hat den Börsenwert zuletzt deutlich gedrückt und zwingt die Führungsetage nun zur aktiven Kontaktpflege mit den Anteilseignern.

Zölle belasten den Ausblick

Die Basis für die aktuelle Skepsis lieferte die jüngste Jahrespräsentation. Zwar kletterte der Nettogewinn 2025 um beachtliche 75 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Der Ausblick auf 2026 verfehlte die Analystenerwartungen von 2,72 Milliarden Euro beim operativen Gewinn jedoch um rund 15 Prozent. Verantwortlich dafür sind vor allem US-Zölle, die das Ergebnis voraussichtlich um 400 Millionen Euro schmälern, gepaart mit ungünstigen Währungseffekten. Da der Konzern einen Großteil seiner Ware in Asien produziert und anschließend importiert, stellen diese Abgaben eine strukturelle Hürde dar.

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Die Quittung der Marktteilnehmer folgte prompt. Nach einem anfänglichen Rücksetzer von acht Prozent fiel das Papier am heutigen Freitag exakt auf sein neues 52-Wochen-Tief bei 138,30 Euro. Damit hat der Titel seit Jahresbeginn fast 18 Prozent an Wert verloren.

Schadensbegrenzung in den USA

Um gegenzusteuern, präsentierten die Verantwortlichen auf ihrer Roadshow in New York und Boston einen deutlich optimistischeren mittelfristigen Fahrplan. Für die Jahre 2027 und 2028 peilt der Vorstand wieder ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich an. Der operative Gewinn soll in diesem Zeitraum sogar mit einer mittleren zweistelligen jährlichen Rate wachsen.

Flankiert wird diese Botschaft von handfesten Kapitalmaßnahmen. Die Dividende soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Anteilsschein steigen. Zusätzlich stützt ein bereits im Januar angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro den Kurs.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung von CEO Bjørn Gulden bis Ende 2030 setzt zudem ein Zeichen der personellen Kontinuität in einer anspruchsvollen Marktphase. Ob die mittelfristigen Wachstumsversprechen ausreichen, um das Vertrauen der Investoren vollständig zurückzugewinnen, entscheidet sich am 29. April. Dann muss das Unternehmen mit den Zahlen zum ersten Quartal belegen, dass sich insbesondere die wichtige Bruttomarge und das China-Geschäft robust gegen den makroökonomischen Gegenwind behaupten.

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